Lust auf ne Spritztour?
Noch ist nicht klar, ob der Spot im Ministerium oder von einer externen Agentur konzipiert worden ist. Ich wüsste es jedenfalls zu gern. Die interessanteste und wohl bezeichnend sexistischste Stelle in dem Video ist nicht etwas der Blick in den Ausschnitt der Frau, sondern wie der Rekrut das Kanonenrohr streift. Keine Ahnung was das eigentlich soll.
Kommentar auf sueddeutsche.de
Kommentar auf derstandard.at
gefunden!
Kennt ihr das, wenn ihr den ganzen Morgen an ein Lied denkt und dann fällt es einem endlich ein. Das passiert heutzutage eigentlich nicht mehr, aber heute ist es mir passiert. Voila: Mumford and Sons – Little Lion Man
wake up – it’s a beautiful morning
Was kommen soll: Outernet
Im aktuellen Kulturspiegel wird für die nächste Dekade das “Outernet” prognostiziert. Dabei wird es selbstverständlich sein Gegenstände, die uns offline begegnen per Handy (oder was ever) auch online abzubilden. Beispielsweise sehe ich einen Schuh, der mir gefällt, fotografiere ihn mit meinem Handy und schwupps lande ich auf ebay, wo ich ihn bestellen kann. Und dafür “launcht” man gleich mal den vielversprechenden Begriff “Outernet”.
Andere nennen es “Augmented Reality” (Erweiterte Realität) und zufälligerweise ist gerade ein Salzburger Unternehmen namens Wikitude mit seiner Technologie ganz weit vorn und Gewinner des Awards for best Augmented Reality in 2009. Damit habe ich die Möglichkeit Informationen zu Gebäuden (sehr relevant für Tourismus) zu erhalten usw. Mit Geo-Tagging die Welt entdecken, das halte ich für sinnvoll. Aber das Shopping Gedöns, was uns das Outernet verspricht, interessiert mich herzlich wenig.
Auf der Suche nach Outernet liefert Google als folgendes ein Ergebnis (nur noch im Cache verfügbar). “TrendONE hat in Zusammenarbeit mit Proximity Germany das White Paper zum Thema ‘Outernet’ veröffentlicht:
Die zentralen Erkenntnisse in Kürze:
* Die ganze Welt wird zum Hyperlink
* Intelligente Alltagsgegenstände und eine neue Generation mobiler Endgeräte vernetzen sich im Internet der Dinge
* Augmented Reality ermöglicht maßgeschneiderte, stimmungs- und ortsrelevante Informationen
* Die Technologie rückt näher an den Menschen heran
* Die Umweltwahrnehmung wird selektiver
* Enormes Potenzial für Marketing, neue Businessmodelle und Services”
Da darf ich ganz in österreichischer Nonchalance sagen: Schau’n mer mal!
Musik für ein Jahr – Meine Playlist 2009
Ein Jahr ist vorbei, eine Playlist gefüllt. Es ist immer wieder schwer. Bei einigen Titeln weiß ich sofort “der muss dabei sein”, andere hat man erst zweimal gehört und findet sie dennoch so schön.
Januar: Der Start ins Jahr
The Field – “Silent”
Februar: Ein wunderschönes Lied um in den Tag zu starten
Lusine – “Two Dots”
März: Half asleep aber doch schon wach für den Frühling
School of Seven Bells – “Half Asleep”
April: Uns gehört der Himmel
M83 – “We own the sky”
Mai:
Dusty Kid – “Nemur”
Juni: Das passende Lied zur WM 2010 in Afrika
Warm Heart Of Africa feat Ezra Koenig – “The Very Best”
Juli: Das Lied erinnert an Melt! 2009
Dapayk & Padberg feat. Caro – “Island” (Noze remix)
August: Mein Lieblings-Sommer-Lied überhaupt
Gui Boratto – “Beautiful Life”
und weil ich in diesem Monat Geburtstag hab, darf ich noch eins dazu tun!
Oliver Ton – “Hasta al fin”
September: Viele Playlisten werden Gossip enthalten, ich beschränke mich auf Beth Ditto
Simian Mobile Disco – “Cruel Intentions” (feat. Beth Ditto)
Oktober:
Soap & Skin – Marche Funebre (DJ Koze Marxa Mix)
November:
Yeasayer – “Ambling Alp”
Dezember: Noch nicht überhört, aber im Dezember 2009 der absolute Dauerbrenner
The xx – “Crystalised”
Für den Fall, dass die Erde einfach mal anhält und wir mehr Zeit haben Musik zu hören, habe ich noch folgende Lieder für euch:
Death Cab for Cutie – “A Lack of Color”
Peter Bjorn And John – “The Chills”
The Black Atlantic – “Fragile Meadow”
Ein Soziales Netzwerk ist kein Social Network
Der Begriff “Soziale Netzwerke” wird seit der Etablierung von Portalen wie Facebook, Twitter & Co inflationär – und wenn man aus der Sicht eines Soziologen schaut sogar irreführend verwendet. Verständlicherweise braucht es einen Terminus, um die Dinge zu beschreiben, die auf diesen Webseiten passieren. Im weiteren Sinne spricht man dann aber beim Marketing nicht von Marketing in Sozialen Netzwerken, sondern von Social Media (Marketing). Ich kann mir vorstellen, dass das für einen Laien alles sehr abstrakt klingen mag. Soziale Medien? Darunter versteht ein Außenstehender allenfalls die Salzburger Straßenzeitung. Zu recht.
Denn der Begriff der Sozialen Netzwerke wurde viele Jahre von den Soziologen etabliert, beforscht, immer wieder weitergedacht. Aus Sozialen Netzwerken erwächst Soziales Kapital, d.h. also Soziale Netzwerke nützen etwas, aber es muss auch in sie investiert werden. Nan Lin beschreibt (2001) Soziales Kapital als “in sozialen Beziehungen gebundene soziale Ressourcen, welche für Handlungen aktiviert und verwendet werden (können)”. Soziales Kapital wird also als Ressource gedacht, die ich im Bedarfsfall aktivieren kann. Es handelt sich dabei um die Option auf Hilfe von Familie, Freunden, Bekannten usw. zurückgreifen zu können. Es gibt dennoch keine einheitliche Theorie für Soziales Kapital. Man kann es nach Bourdieu (1983) als individuelle Ressource und nach Coleman (1991) und Putnam (1993) als kollektive Ressource einer Gemeinschaft definieren.
Nun möchte ich nicht bestreiten, dass die “Sozialen Netzwerke”, wie wir sie im Internet vorfinden eine Ressource darstellen. Diese Ressource beschränkt sich jedoch auf den Zugang zu Informationen und Wissen bzw. Ansehen und Reputation. Letzerem würde ich bei dem Großteil der Userinnen und User auf Facebook neben einer Kommunikations-, Informations- und Organisationsfunktion als Hauptmotivation deuten. Man könnte meinen, Facebook komme ebenfalls eine Anerkennungs- und Identitätsfunktion zu, zumindest wenn man den Hype um die Sozialen Netzwerke in den Populärwissenschaften betrachtet. Genau da liegt dann aber doch der Unterschied zwischen Sozialen Netzwerken im Real-Life und einem “Social Network” in Facebook. Es gibt ja den bekannten Satz einen “echten Freund/in” daran festmachen zu können, ob man sie/ihn auch nachts um 3 anrufen würde. Das kann ich bei 332 Facebook-Freunden nur von einer Hand voll behaupten. Und das ist auch gut so. Wären all diese Kontakte so intensiv wie meine Freundschaften, würde ich es nicht zulassen, sie 1. öffentlich zur Schau zu stellen und 2. mich auch noch nebenbei von Werbungtreibenden unterhalten zu lassen.
Vielleicht ist dieser schwammige Begriff auch der Grund dafür, warum sich Werbungtreibende erst einmal schwer damit tun in diese “Sozialen Netzwerke” zu gehen. In eine Soziales Netzwerk einer Privatperson eingreifen, wo diese sich doch gerade über Zwischenmenschlichkeiten austauschen? Wenn man jedoch eine Seite wie Facebook als Unterhaltungsmedium betrachtet, dürfen sich Marken und Produkte auch präsentieren, allerdings unter Hinzunahme von Social Media Marketing – Techniken. Die Markenkommunikation sollte nicht eindimensional (B-C) sondern dialogisch (B-C-B) verlaufen. Das erfordert von den Marketers die Bereitschaft sich auf wirkliche Gespräche mit den Kund_innen einzulassen. Wie der Social Media Einstieg gelingen kann, beschreibt Hannes Mehring in seinem Blogpost “Vom Zuschauer zum Mittelstürmer – drei strategische Ansätze für den Social Media Einstieg”.
Literatur:
Bourdieu, Pierre (1983): Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital. In: Kreckel, Reinhard (Hg.): Soziale Ungleichheiten, Göttingen, Soziale Welt Sonderband 2: 183-198
Coleman, James S. (1991): Grundlagen der Sozialtheorie, Band 1: Handlungen und Handlungssysteme, Oldenbourg, München
Nan Lin (2001): Social Capital: A Theory of Social Structure and Action. Cambridge University Press, NY
Putnam, Robert D. (1993): Making Democracy Work. Civic Traditions in Modern Italy; Princeton: Princeton University Press
Weihnachten in Salzburg
Wie sich das Feuer verbreitet hat … #unibrennt
Quelle: http://www.daburna.de/blog/2009/11/27/verbreitung-von-unibrennt-analysiert/
Two Dots
Jean Ziegler im Audimax Wien
Wer den Bildungsstreik immer noch nicht nachvollziehen kann, darf sich die Worte von Jean Ziegler zu Gemüte führen. Damit wird deutlich, welche Botschaft in dem Slogan “Education is not for Sale” steckt und warum eine kritische Intelligenz bzw. analytische Wissenschaft daran erkrankt, wenn man sie an den Gesetzen von wirtschaftlichem Output misst.
“Es geht nicht um eine Indoktrinierung, es geht darum die Freiheit im Menschen zu befreien!”
















