Zukunftsvisionen der neuen Arbeitswelt 2030
Buchveröffentlichung DNAdigital: “Wenn Kapuzenpullis auf Anzugträger treffen”
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Studie TU Darmstadt: “Zukunft der Arbeitswelt 2030″
Unser Buch DNAdigital (hier die Vorab-Preview) Titel: “Wenn Kapuzenpullis auf Anzugträger treffen” – ist seit einigen Tagen erhältlich und das pünktlich zur Cebit. Juhu! Allen kleinen fleißigen Helfern und Textern sei hier mein persönlicher Dank ausgesprochen. Es macht mich sehr stolz, dass wir diesen Marathon gemeinsam geschafft haben. Das Buch ist im Whois Verlag erhältlich oder einfach bei Ulrike Reinhard unter ulrike [at] whoiswho [dot] de bestellen.
Interessanterweise habe ich heute entdeckt, dass die TU Darmstadt eine Studie mit dem Titel “Zukunft der Arbeitswelt 2030″ herausgebracht hat. Diese Studie belegt in großen Teilen, was wir in unserem Besuch als Konsequenzen der derzeitigen Veränderung ausgearbeitet haben: Vermischung von Berufswelt und Privaten, veränderte Wertehaltungen, flexiblere Arbeitszeiten, permanente Erreichbarkeit usw.
Interessanterweise hat man auf Managerebene (Interdisziplinäre Großstudie mit 260 Managern) festgestellt, dass sich flexible Arbeitszeiten teilweise negativ auf Führungskräfte auswirken können. Explizit für sog. “perfektionistisch orientierte Führungskräfte”, wenn sie immer und überall erreichbar sind und nicht mehr abschalten können (wollen alles richtig machen, erlauben sich keine Fehler). Das ist für mich insofern nachvollziehbar, da es für jeden Menschen irgendwann zur absoluten Überforderung führt, wenn er sich nicht zur rechten Zeit abgrenzen kann. In der Studie wird dies als “Workaholismus” betitelt (klingt etwas 80er…Das Phänomen der “Workaholics” unterscheidet sich meiner Meinung nach stark von den “Burnout”-Gefährdeten, die wir heute vorfinden). Weiterhin wird die Forderung nach systematischen Health Care Management ausgesprochen, was ich richtig finde. Meiner Meinung nach kann das wiederum eben nur durch flexible Arbeitszeiten bei ALLEN Mitarbeitern erreicht werden. Denn ich selbst kann am besten entscheiden, wann ich eine Pause machen möchte. Permanente Erreichbarkeit ist ein Selbstverständnis der Digital Natives und ich vermute dass DNs mit dem “Druck” der Erreichbarkeit einfacher umgehen können. DNs wissen über die möglichen Konsequenzen bei Nicht-Beantwortung (trotz Erreichbarkeit) Bescheid, können besser priorisieren. Verpflichtet Erreichbarkeit zu Aufmerksamkeit? Ich denke nein. Wenn ich beispielsweise im Skype online bin, heißt das nicht, dass ich antworten muss. Genauso wie ich nicht ans Telefon gehen muss, wenn mir nicht danach ist. Die Verfechter der Netiquette werden mich für diesen Satz schief anschauen, meine Meinung ist es dennoch!

Zukunftsvision 2030 - der arbeitende & private Mensch
Auf die Frage wie künftig die soziale Mitarbeiterstruktur aussieht, da wir länger, internationaler und unter Druck zum lebenslangen Lernen arbeiten, antwortet Professorin Ruth Stock-Homburg, Leiterin des Fachgebiets Marketing & Personalmanagement im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften: “Starten wir mit der Internationalität. Statistiken zur Bevölkerungsstruktur verschiedener Länder legen nahe, dass bereits heute eine starke kulturelle Durchmischung in einer ganzen Reihe von Ländern – auch in Deutschland übrigens – gegeben ist. Dies zeigt sich beispielsweise am prozentualen Anteil der Bevölkerung eines Landes, die im Ausland geboren wurde. Weitere Statistiken zeigen, dass die Tendenz in dieser Hinsicht steigend ist. Zum zweiten stellen wir eine steigende Bedeutung von Auslandseinsätzen von Mitarbeitern deutscher Unternehmen fest. Die zunehmende Globalität führt also zu einer zunehmenden kulturellen Heterogenität der Bevölkerungsstruktur. Eine weitere Herausforderung für die zukünftige Gestaltung der Arbeit ist darin zu sehen, dass in vielen Ländern ein Wandel der Altersstruktur stattfinden wird, und zwar dahingehend, dass zukünftig viel mehr ältere Mitarbeiter im Erwerbsprozess stehen.Haben wir in Deutschland heute beispielsweise noch ein Durchschnittsaltervon vierzig Jahren, so wird dies im Jahre 2025 bereits auf 48 Jahre prognostiziert. Deutlich jünger sind im Durchschnitt die Menschen in den USA. Allerdings ist auch hier eine steigende Tendenz festzustellen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Arbeitsgestaltung dem Wandel der Altersstruktur der arbeitenden Bevölkerung Rechnung tragen muss.”