Was kommen soll: Outernet
Im aktuellen Kulturspiegel wird für die nächste Dekade das “Outernet” prognostiziert. Dabei wird es selbstverständlich sein, Gegenstände, die uns offline begegnen per Handy online abzubilden. Beispielsweise sehe ich einen Schuh, der mir gefällt, fotografiere ihn mit meinem Handy und lande auf einer Bestellseite des Produktes. Das Ganze nennt sich”Outernet”.
Andere nennen es “Augmented Reality” (Erweiterte Realität) und interessanterweise ist gerade ein Salzburger Unternehmen namens Wikitude mit seiner Technologie ganz weit vorn und Gewinner des Awards for best Augmented Reality in 2009. Damit habe ich die Möglichkeit Informationen zu Gebäuden (sehr relevant für Tourismus) zu erhalten usw. Mit Geo-Tagging die Welt entdecken, das halte ich für sinnvoll.
Die zentralen Erkenntnisse in Kürze:
* Die ganze Welt wird zum Hyperlink
* Intelligente Alltagsgegenstände und eine neue Generation mobiler Endgeräte vernetzen sich im Internet der Dinge
* Augmented Reality ermöglicht maßgeschneiderte, stimmungs- und ortsrelevante Informationen
* Die Technologie rückt näher an den Menschen heran
* Die Umweltwahrnehmung wird selektiver
* Enormes Potenzial für Marketing, neue Businessmodelle und Services”
Foto: http://www.flickr.com/photos/naglobe/2402656192/
von naglobe
5 Responses to 'Was kommen soll: Outernet'
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Fast schon zynisch wirkt dieser Einfall, wenn man durch Länder streift, in denen bombadierte Bauten die einzigen Gebäudefassaden ausmachen.
pell
7 Jan 10 at 1:18
Hallo Anne,
Google Goggles ist genau das, was Du in Deinem Bericht über das Outernet beschreibst – die Verlinkung der Offline-World in die Online-World: Man macht mit dem Handy ein Foto von einem Gegenstand und Google findet diesen im Netz.
Und für Musik gibt es da “Shazam” macht das gleiche für Musik: Handy für 10 Sekunden ans Radio halten, und das Programm sagt Dir welchen Song das war, wo er bei Youtube zu finden ist, und wo man ihn kaufen kann.
Das “Outernet” ist also gar nicht mehr so weit weg.
Viele Grüße,
Stefan
Stefan Waidele
12 Jan 10 at 10:54
@Stefan, Shazam besitzt aber nicht annäherend die Tragweite der tatsächlichen Idee des “Outernet”. Ich erinnere mich sogar noch gut daran, dass O2 früher sowas ähnliches anbot.
pell
13 Jan 10 at 3:55
Ich würde dem Stefan da nur zustimmen. Google regiert die Welt! Ein bisschen erinnert es allerings auch an Science Fiction.
annabellla
5 Feb 10 at 1:23
Eigentlich schon sehr alt, den diese Technologie wird seit über 30 Jahren in der Sicherheitstechnologie verwendet, sprich Personenidentifizierung.
Richtig raus aus dem Internet ist man aber trotzdem nicht, den eigentlich ersetzt man die klassischen suchbegriffe bei google usw. nur durch bilder oder töne. es ist also nichts anderes als eine eingabehilfe.
statt den schuh zu fotografieren könntest du auch einfach schauen, welchen namen er trägt und dann danach googlen.
wenn das das ganze outernet sein soll, dann ist das alles nur eine einfache – trotzdem leistungsstarke und bequeme – suchhilfe im ganz normalen, alten internet.
Martin
24 Feb 10 at 3:32