Anne Grabs // Social Media & Bildung

Freiraum für eigene Gedanken

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Bildungskongress der Metro AG

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Kommenden Mittwoch, am 26.08.2009 findet der Bildungskongress der Metro AG in Düsseldorf statt. Gemeinsam mit Basti Hirsch (@cervus), Melanie Unbekannt (@Literatenmelu), Melanie Gottschalk (@melgottschalk) und Hannes Klöpper (@hkloepper) werden wir an der Podiumsdiskussion mit dem Titel “Kollektive Intelligenz – was wir von der Kapuzenshirt-Generation lernen können” teilnehmen. “Headliner” ist Prof. Dr. Kruse (@peter_kruse), der seine aktuelle Studie über die Wertemuster von Digital Natives vorstellen wird. Wir sind zum einen ausgewählt worden, da wir uns als Natives definieren, aber was noch viel entscheidender ist: Wir beschäftigen und Bildung im Kontext Web 2.0.

  • Basti Hirsch: Open Education Bewegung // Hacking Education Projekt
  • Melanie Unbekannt: Bildungsbloggerin // angehende Lehrerin Literatur & Geschichte // Pädagogik & Schule 2.0
  • Melanie Gottschalk: kollektive Wissenskonstruktion // Maschendraht-Community Gründerin // Blog
  • Hannes Klöpper: Leadership als Voraussetzung für erfolgreiche Nutzung von Technologie
  • und ich? Was sich in der Gesellschaft verändert, darf nicht an Schule vorbeigehen! // Studium Pädagogik

Passend dazu habe ich eben ein tolles Zitat über Bildung aus dem Jahr 1973 Werner Heisenberg von entdeckt:

“Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.”

Und genau das ist es, was wir nicht möchten!

Unsere Überzeugungen:

1. Durch den Einsatz von Web 2.0 Technologien können viele Lernprozesse auch in der Schule vereinfacht werden (z.B. Wissensarchivierung // Wikis).
2. Für die heranwachsene Generation sind diese Technologien selbstverständlich. Sie werden damit groß. Wer davor die Augen verschließt, betrügt die heutige Jugend und kann sie letztlich auch nicht mehr zeitgemäß auf kommende Berufe und gefragte Kompetenzen vorbereiten. Nicht vergessen: Wir leben im Technologie-Zeitalter.
3. Inhalte sind sehr wichtig. Aber brauchen wir einen Bildungskanon? Wir sind einer Fülle von Wissen, welches uns kontextfrei täglich begegnet, ausgesetzt. Dieses Wissen gilt es zu strukturieren und zu klassifizieren.
4. Kooperatives Lernen und Selbststudium. Gemeinsam zu kollektiver Intelligenz – natürlich. Aber auch Phasen des Selbststudiums, der Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Themen sind uns wichtig.
5. Was macht das Internet so interessant? Das Spiel natürlich: Dinge ausprobieren, wieder verwerfen, neu anfangen. Das Internet bietet Möglichkeiten für spielerisches Lernen.

Und warum man dann schnell mal bei Open Education und Schule 2.0 ist, möchte ich an dieser Stelle mit den Worten von Gabi Reinmann erläutern. Gabi Reinmann (26. Mai 2009) Vortrag auf der Veranstaltung DIGITAL learning (München – BLM) Quelle: PDF, Seite 1-2

Szenario I: Wir schaffen die Schule ab und schicken die Schüler zum Lernen ins Web  2.0. Ein solches Szenario ist Ausdruck einer radikalen Änderung der „Idee Schule“,  wie wir sie bisher kennen, die zur Abschaffung führt. Wie kommt man auf so etwas?  Man kommt sehr leicht darauf, wenn man sich die Attribute ansieht, die vor allem mit  Blick auf das allseits gepriesene Web 2.0 den heute verfügbaren digitalen Medien zu-  geschrieben wird. Digitale Medien werden charakterisiert als: multimedial, interaktiv,  vernetzt, mobil und partizipativ. Schule verbinden wir dagegen mit den Merkmalen:  verbal, frontal, individuell, stationär und hierarchisch. Gibt es größere Gegensätze?  Digitale Medien sind in dieser Lesart genau so, wie Schule nicht ist, oder umgekehrt  formuliert: Schule ist so, wie digitale Medien nicht sind. Das passt offensichtlich nicht  zusammen. Wer also digitale Medien zum Lernen propagiert, muss die Schule, wie sie  heute ist, abschaffen.

Szenario II: Wir stellen ein Smart Board ins Klassenzimmer und teilen Lernsoftware  aus. Ein solches Szenario ist Ausdruck einer kompletten Beibehaltung der „Idee  Schule“, wie wir sie bisher kennen. Wie kommt man auf so etwas? Auch darauf kann  man leicht kommen, wenn man sich die Potenziale der digitalen Medien selektiv durch  den Tunnelblick traditioneller Unterrichtsroutinen betrachtet. Da kommt man dann zu  Entdeckungen wie: Das Quietschen der Kreide ist passé, weil das Smart Board die Tafel ersetzt. Die Langeweile beim Üben vergeht, weil die Lernsoftware das Arbeitsheft  verdrängt. Die Effizienz für den Lehrer steigt, weil sich mit neuen Programmen Ar-  beits- und Schulaufgabenblätter viel schneller erstellen lassen. Gibt es eine bessere  Passung? Digitale Medien können natürlich genau so eingesetzt werden, wie Schule ist  und funktioniert. Sie können auf die für die Schule passenden Funktionalitäten eingeschränkt werden und Werkzeuge und Materialien ersetzen wie man die Feder und das  Tintenfass durch den Füller ersetzt hat. Wer also digitale Medien zum Lernen propagiert, kann die Schule auch lassen, wie sie ist.

Szenario III: Wir schaffen die Schule weder ab noch lassen wir sie, wie sie ist – wir  bauen sie um und geben den Beteiligten neue Rollen und Aufgaben. Ein solches Szenario ist Ausdruck einer Veränderung der „Idee Schule“, wie wir sie bisher kennen, ohne dass wir auf sie verzichten, aber auch ohne dass wir sie unangetastet lassen. Ob das  Ergebnis etwas ist, was einer Abschaffung der „alten Schule“ gleichkommt oder dieser  noch recht nahe ist, ist dabei freilich offen. Aber darum geht es mir in einem ersten  Schritt auch gar nicht. Vielmehr muss man sich zunächst einmal klar machen, dass es  überhaupt nur diese drei Möglichkeiten gibt, wenn man digitale Medien in die Schule  bringen will: abschaffen, beibehalten oder ändern.

Mit ihrem Vortrag “Abschaffen – Beibehalten – Verändern: Wie man digitale Medien in die Schule bringt” beschreibt Gabi Reinmann, was auch Ziel des Bildungskongresses der Metro AG sein soll an dem ca. 400 Peronen aus dem Bildungsbereich teilnehmen werden. Wir möchten durch erfolgreiche Beispiele von Schule 2.0 zeigen, was Lehrerinnen und Lehrer ganz einfach umsetzen können und was es konkret bringt. Eine allzu polarisierende Diskussion in Richtung Abschaffung des Schulsystems liegt uns fern, auch wenn wir grundsätzlich existierende Strukturen von Schule teilweise ablehnen.

Der Bildungskongress wird live auf DNAdigital.de übertragen. Jeder kann am 26.08. um 15:30 Uhr am Livestream teilnehmen, Fragen stellen, Vorschläge machen und Beispiele bringen.

Eine Liste mit weiteren interessanten Bloggern aus der Szene habe ich auf Martin Lindners (@martinlindner) Blog wwweblern.de (”Arbeiten, leben und lernen im web”) gefunden.

Ein großes Lob auch an die Metro AG, dass sie sich diesem Thema annimmt. Danke auch an die Organisation von Frau Petri, Herrn Noppenberger. und Merci an Ulrike Reinhard (@ulrike_reinhard), dass sie den Austausch der Metro AG mit uns initiiert und möglich gemacht hat.

interessante Interviews zum Thema bildung 2.0

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Im Rahmen des Social Learning Summit, den sog. SLS08, sind zahlreiche Videos von Steffen Büffel (Veranstalter educamp Ilmenau) zum Thema Bildung entstanden, unter anderem auf vom Grundschulblogger Martin Riemer, der sehr praxisnah erklärt, was das Tolle an Blogs ist.  Thx Steffen!

Written by Anne Grabs

Dezember 13th, 2008 at 4:22

Posted in elearning, schule 2.0, web 2.0

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Beitrag über Selbstorganisiertes Lernen im web 2.0

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Neulich bin ich auf Salzburg Research – Edumedia gestoßen, die dieses Jahr auch eine Fachtagung mit dem Titel „Selbstorganisiertes Lernen im interaktiven Web – Lernkultur im Wandel?” veranstaltet haben. Es gibt einen sehr schlüssigen Podcast zu diesen Thema von Prof. Dr. Gabi Reinmann unter Episode 1 bzw. gefällt mir ihre theoriegeleitete Herangesehensweise an das Thema unter Einbeziehung der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan.
“Selbstorganisiertes Lernen setzt nicht nur Interesse am Gegenstand des Lernens, ein ausreichendes Maß an Vorwissen oder Vorverständnis zum Thema sowie grundlegende Fähigkeiten und Übung in der Selbststeuerung innerhalb einer Lernumgebung voraus. Selbst-organisiertes Lernen – so meine These – ist auch nur dann möglich, wenn Lernende den freien Willen dazu haben und zwar im Sinne eines angeeigneten Willens. Das heißt, dass sich ein Lernender darüber im Klaren sein muss, welches Wissen und Können er wozu eigentlich erwerben möchte, und dass er es schafft, dies zum Ausdruck zu bringen (Aspekt der Artikulation). Es müssen sodann seine eigenen, selbst gesteckten Ziele sein, die er da verfolgt, oder aber er muss nachvollziehen können, von wem er diese Ziele aus welchen Gründen übernommen hat (Aspekt des Verstehens). Letztlich er muss diese Ziele auch als sinnvoll einstufen, sie mit seinem Wertesystem in Einklang bringen (Aspekt der Bewer-tung). So oder ähnlich jedenfalls könnte man die Bedingungen für einen freien (als einen angeeigneten) Willen zum selbstorgansierten Lernen nach Bieris philosophischer Argu-mentation formulieren. Und das hat bei genauerem Hinsehen eine erstaunlich große Über-einstimmung mit dem, was Deci und Ryan auf empirischem Wege über das Erleben von Autonomie zu Tage gefördert haben.”
Unter Selbstorganisiertes Lernen gibts es das Transkript. Sie selbst bloggt auf denkarium .

Reinmann, G. (2008).Arbeitsbericht. Selbstorganisation im Netz – Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen.[WWW Dokument]. Verfügbar unter http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_18.pdf.

Written by Anne Grabs

September 23rd, 2008 at 10:32

Posted in elearning, web 2.0

videos im e-portfolio

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Ich mache mir gerade wieder für mein Pilotprojekt “e-portfolio für Lehramtsstudenten” darüber Gedanken, eine adäquate Lösung zu finden, wied die Studenten ihre 45min. Videos (u.a. erste Lehraufzeichnungen in Schulen) in ihren Blog/eportfolio laden können, ohne derart schlechte Qualitätsmängel hinzunehmen oder ihr Video zerstückelt bei Youtube (nur 10Minuten und max 20MB) hochzuladen. Also was tun? Mahara “spendet” Speicherplatz von 100MB, das ist schon allerhand, allerdings müssen die Videos in mpg1 hochgeladen werden (das steht auch nirgendwo geschrieben, man findet es, wenn man glück hat, durchs testen heraus). Ist also auch nicht beste aller Lösungen, aber sie funktioniert. Der xilisoft 3gp video converter verwandelt blitzschnell alle Videoformate in gängige kleinere Formate, ohne großen Qualitätsverlust. Die Software ist außerdem kostenlos. Wer an seinem Video kleine Änderungen vornehmen möchte, sich aber kein High-End Schnittprogramm zulegen möchte, dem ist “Womble” zu empfehlen, zu mal er alle Formate unterstützt. Das Programm kann 30 Tage kostenlos getestet werden.
Dennoch scheint mir das immer noch viel zu viel Aufwand für zu wenig Nutzen. Doch lieber auf einer Videoplattform hochladen und einfach im Blog verlinken? Und siehe da, es gibt “vimeo”. Vimeo vergibt 500MB pro Woche! und spielt in HD Qualität, siehe hier beispielsweise. Zwar ist dann nur eine Verlinkung zum Video möglich, aber das bringt den Studenten vielleicht doch mehr, als wenn sie sich stundenlang mit Videoschnitt und Konvertierung aufhalten.

Written by Anne Grabs

September 22nd, 2008 at 2:54

Posted in elearning

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