Anne Grabs // Social Media & Bildung

Freiraum für eigene Gedanken

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Zerissene Umarmungen – Los Abrazos Rotos

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Der neue Film von Pedro Almodóvar “Zerrissene Umarmungen” ist ein Film-im-Film(-im-Film?) Melodram und erzählt von einem Regisseur “Mateo Blanco” (Luis Homar), der sich leidenschaftlich in die schöne Lena (Penélope Cruz) verliebt. Ich fand Sie in diesem Film auch hinreißend, was aber daran liegen mag, dass sie in viele Gesichter schlüpft und sich so immer wieder ein “ahh” vernehmen lässt.

Zerrissene Umarmungen // Quelle: www.zerrisseneumarmungen.de/#fotos

Zerrissene Umarmungen // Quelle: www.zerrisseneumarmungen.de/#fotos

Mateo verliert Lena und sein Augenlicht bei einem tragischen Unfall. Von da ist er nur noch Harry Caine und da beginnt auch der Film. 1992: Lena ist Sekretärin und liiert sich mit dem Industriellen Ernesto Martel ( , der widerum ihren Vater rettet und sich abgöttisch in Lena verliebt. 1994 beginnt Lena mit den Dreharbeiten und lernt eben den Regisseur Mateo kennen und verliebt sich. Das Leben mit Ernesto wird unerträglich, er überwacht sie, sie will ihn verlassen, er stürzt sie von der Treppe, sie bleibt, um den Film zu retten bis er sie schlägt. Dann flieht sie mit Mateo. Ihre Liebe – ein Zerreißprobe – endet im Tod von Lena. In der Zwischenzeit hat der Film “Frauen und Koffer” (ein Komödie) unter den Fittichen von Ernesto Premiere gefeiert. Der Film war ein Desaster. Der Film-im-Film springt zurück in die Gegenwart und Mateo erfährt was damals geschah und entscheidet den Film neu zu schneiden. Damit endet der Film und mit dem Zitat “Man muss Dinge zu Ende bringen im Leben – auch blindlings”.

Zerrissene Umarmungen // Quelle: www.zerrisseneumarmungen.de

Zerrissene Umarmungen // Quelle: www.zerrisseneumarmungen.de

Ich habe lange über den Titel nachdenken müssen. In Spanisch heißt er Los Abrazos Rotos (abrazo = umarmung; roto = kaputt). Die Umarmungen von Lena und Mateo sind immer sehr stürmisch, enden abrupt. Den Titel würde ich für mich als “auseinandergerissene Umarmungen” deuten. Niemand in diesem Film ist dafür, dass sie sich lieben. Auch Mateos treue Agentin Judit ist eifersüchtig.

Der Film war insgesamt schön und traurig zugleich. Die lustigen Passagen in Almodóvars Film (aus dem Film “Frauen und Koffer”) waren großartig. Auch die Kameraführung und die Thriller-Musik haben den Film sehr spannend gemacht. Dennoch gefällt mir im Vergleich “Volver” aus 2006 ein wenig besser, vielleicht auch weil Penélope Cruz in diesem Film singt.

Volver by Penelope Cruz

Written by Anne Grabs

August 13th, 2009 at 7:55

Filmtipp: Der Vorleser & Control

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VORAB-INFO: Für alle die nach “Alexandra Maria Lara oben ohne” suchen, werden hier nicht fündig werden.

Gegensätzlicher könnten die Filme nicht sein, aber es sind die Filme, die ich im letzten Monat gesehen habe. Zufälligerweise spielt in beiden Filmen aber Alexandra Maria Lara mit und das meiner Meinung nach sehr gut. In beiden Filmen kommt ein Gedicht über das Leben und Liebe, Geburt und Tod  vor.

Der Vorleser:

Die Geschichte vom 15jährigen Michael, der ein Verhältnis mit der 15 Jahre älteren Hannah hat und sich in sie verliebt (sie sich auch in ihn). Es dauert den Sommer 1943 an, bis Hannah ihn verlässt um in einem KZ zu arbeiten, was Michael aber nicht weiß. Sie “begegnen” sich bei den Heidelberger Prozessen 1966 wieder. Michael nimmt während des Jura-Studiums als Zuhörer an dem Prozess teil. Hannah wird lebenslänglich verhaftet, wegen Mordes an 300 KZ-Häftlingen. Er spricht nicht mit ihr, will sie beschützen, aber es ist zu spät. Das Ganze ist sehr dramatisch und traurig. Am Ende bleibt eine ungelebte Liebe, die nur für einen Sommer, Michaels und Hannahs Sommer eine Ausnahme hatte. Besonders gefallen hat mir Kate Winslet in ihrer Rolle als “einfach-gestrickte” aber gleichzeitig sehr bestimmende Person. Der Wandel von einer liebenden Person zu einer die Menschen tötet, wurde sehr gut dargestellt und für mich wurde somit plastischer gemacht, wie Menschen damals so handeln konnten. Ohne zu hinterfragen, haben sie einfach das gemacht, was ihnen gesagt wurde. Traurig, aber wahr.

Der_Vorleser

Das Gedicht vom Film kommt relativ am Anfang, ein Auszug aus den Geschichten die Michael Hannah vorliest:

“Ich fürchte nichts, nichts als die Grenzen deiner Liebe.
Lass auch Hindernisse wie Gebirge zwischen uns treten.
Gefahren werden dich nur reizender machen.
Ich will sie für Treppen nehmen und darüber in deine Arme fliegen.
An meinem Arm sollst du durchs Leben hüpfen.
Schöner als er dich von sich ließ, soll der Himmel dich wiederhaben
und mit Verwunderung eingestehen:

Die letzte Hand an die Seelen legt nur die Liebe.”

Control:

Es geht um den Sänger Ian Curtis von der Band Joy Division, um Krankheiten wie Epilepsie, um Liebe & Heirat. Er ist wirklich sehr bewegend und Joy Division (ich kannte sie vorher noch nicht) haben in den 80ern lässigen Post-Punk, mit ein wenig Düster-Depri-Industrial-Elektronik gemacht. Ian Curtis zerbricht schließlich an seiner Krankheit und an einschneidenden Entscheidungen, die er einst im Leben getroffen hat. Nach seinem Tod haben die übrigen Band-Mitglieder “New Order” gegründet. Mein absoluter Hit von New Order ist “Crystal”.

Control_Ian_Curtis

Das  Gedicht, welches Ian relativ am Anfang des Filmes aufsagt (als er seine spätere Frau “Debby” Deborah kennenlernt), handelt vom Leben und Tod sowie vom Glauben. Ich verstehe es als Worte seiner Lebensenergie, aber auch seines Suizids:
“Mein Herz geht auf, wenn himmelhoch ein Regenbogen steht.
So war es schon von Anfang an und so auch jetzt als reifer Mann.
So sei es, wenn ich ein Greis bald bin, sonst lass mich gehen.
Kind, lebe fort in mir – dem Mann, nur dieser eine Wunsch mir bleibt.
Der Schöpfung Wunder will ich sehen in Gottes Ewigkeit.”

Und hier noch ein Originalvideo von Joy Division mit dem Lied “Transmission”:

Nachdenken über Globalisierung und Massenproduktion

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Irgendwie habe ich diese Woche viel über Globalisierung nachdenken müssen. Unser Afrika Projekt hat für mich bewiesen, dass wir gemeinsam – also insofern global – etwas auf gemeinnütziger Ebene erreichen können. Ulrike, Alexander und Tim betonen jedoch, dass die Umsetzung vor Ort und der Kontakt mit den Menschen wahnsinnig wichtig waren/sind.

Ibo von sevenload hat am Donnerstag Kernaussagen zu einem Globalisierungsgespräch getwittert (merci :). Ein Zitat, worüber ich nachdenken musste, war u.a. “Der Weg, den Armen zu helfen, ist mehr Globalisierung, nicht weniger”. Mh, da fiel mir sofort Korruption und Ausbeutung ein. Und dass man eigentlich Ländern der Dritten Welt und Schwellenländern dabei helfen sollte, sich selbst zu helfen, also in ihrem eigenen Land Werte zu schaffen.
Parallel dazu ist letzte Woche auch das Buch “Marke Eigenbau” von Holm Friebe und Thomas Ramge zu Hause eingetrudelt. Was genau DIE Marke Eigenbau ist und wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt hat, erklären die Autoren sehr schön auf der Website der Marke Eigenbau unter www.marke-eigenbau.org, gespickt mit Videos und Blog. Ich erspare mir also das hier noch lang und breit auszuformulieren. Es geht darum Unikate selbst zu erschaffen, im kleinen Rahmen, nicht auf Masse, eher Klasse. Zu Beginn erläutern sie wie die Massenproduktion und der Massenkonsum entstanden ist und warum nun die Rückkehr auf das Eigene, selbst Erschaffene stattfindet.

Ich habe den Eindruck, dass der Trend zum ‘Selber Machen’ und ebenso die Neudefinition von Arbeit dazu dient, Dinge die wir selbst erschaffen, richtig zu attributieren, Stichwort Selbstorganisation. Am Ende des Tages möchte ich wissen und sagen können, was ich erschaffen oder vorangebracht habe und eben nicht nur “ein Rädchen im Getriebe” sein. Dies geht auch in Richtung Individualisierung und somit auch zur Abgrenzung von Massenprodukten und vom Mainstream. Und dann hat diese Entwicklung noch ein zweites Moment, ein soziales. Wenn Marke Eigenbau nicht auf Masse ausgelegt ist, strebt es auch nicht nach Gewinnmaximalisierung. Eine andere Logik ist hier vorzufinden. Beispielsweise werden bei armed angels (social fashion -> habe ich hier schon einmal drüber geschrieben) diese ’sozialen Elemente’ eingebaut, da die Ware zum einen fair trade (ökonomischer Aspekt) unterstützt, nur reine Baumwolle (ökologischer Aspekt) verarbeitet wird und ich als Käufer entscheiden kann, in welches soziale Projekt ich einen Euro des Kaufpreises investieren will. Mit der neuen Frühjahrsputzaktion sollen alte Klamotten nicht weggeworfen, sondern recyceld werden (-> Abkehr von Wegwerfgesellschaft).

An dieser Stelle kommt mein zweites Zitat von Jean Ziegler (UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung), der in dem Film “We feed the world – Global essen” sehr treffend zum Ausdruck bringt, was das eigentliche Übel des Kapitalismus wie wir ihn heute vorfinden, ist: “Profitmaximalisierung, ist die mörderische Strategie der Konzerntyrannie auf dieser Welt!” Ich habe mir aber die Mühe gemacht diesen Beitrag aus dem Film zu transkripieren:

“Freihandel hat mit Freiheit ¸berhaupt nichts zu tun, das ist eine riesige Lüge! Es ist die Freiheit des Raubtiers, im Dschungel, wenn Nestlé zum Beispiel gegen ein afrikanisches Bauernsyndikat antritt, ist das wie, wenn der Boxweltschwergewichtsmeister Mike Tyson in den Ring geschickt wird gegen einen arbeitslosen Bengalen – ausgehungerten Bengalen. Und die Konzerne, die MACHT der Konzerne, heute auf dieser Welt drückt sich aus in EINER Zahl, die die Weltbank letztes Jahr publiziert hat: Im letzten Jahr sind 52% des Weltbruttosozialprodultes – d.h. alle auf der Welt produzierten Reicht¸mer in einem Jahr – kontrolliert worden von 500 WELTKONZERNEN. Und diese Weltkonzerne die funktionieren nur nach PROFITMAXIMALISIERUNG. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern, der fast 300.000 Angestellte hat, auf den 5 Kontinenten tätig ist, über 8000 Marken kontrolliert, ist Nestlé. Nestlé wird geführt gegenwärtig von einem sympathischen, braungebrannten österreicher, der aber wiederumgehorcht der internen Logik des Konzerns, nämlich: ‘der wertneutralen Profitmaximalisierung‘.Und wenn er nicht jedes Jahr neue astrologische Werte für die Profite, für die Aktionäre schafft, dann ist er weg vom Fenster. Dann hilft ihm seine riesige Macht die er heute hat über hunderte von Millionen von Menschen auf dieser Welt überhaupt gar nichts!

Profitmaximalisierung, ist die mörderische Strategie der Konzerntyrannie auf dieser Welt!

Fazit: An dieser Stelle komme ich zu dem Schluss, dass ich Marke Eigenbau einfach super finde, aber ich glaube wir brauchen in Zukunft Ordnungssysteme wie wir die Fülle an individuellen Angeboten und Unikaten doch wieder ordnen können, damit auch jedes Produkt an den Kunden kommen kann, ansonsten wird es sich viral verbreiten und dann wird es wieder Gewinner und Verlierer geben. Zum Kapitalismus möchte ich sagen, dass ich ihn grundsätzlich nicht ablehne. Vielleicht steckt in mir als Ossi so etwas wie ein kommunistischer Kapitalist. Ich glaube daran, dass wir Werte schaffen müssen, wäre aber für eine gerechtere Verteilung.

Filmtipp: Der Knochenmann

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Vegetariern würde ich den Film nicht unbedingt empfehlen, da ich mich nachher etwas *durch-den-Wolf-gedreht-gefühlt* habe. Es geht um einen Wirt, der erstmalig aus Liebe zu einer Prostituierten anscheinbar tötet, im Verlauf des Filmes jedoch immer mehr Menschen umbringt. Er hat keine Leichen im Keller, denn er schlachtet sie sofort. Neben dem blutrünstig-knochigen gibt es aber auch witzigen österreichischen Humor, den selbst ich nach 1,5 Jahren Ösilanden verstehe. Josef Hader in der Rolle des lakonischen Privatdetektivs überzeugt mit Dialekt und Ironie mit Sätzen wie “geh scheißen”. Mir gefällt dieses Filmgenre so gut, eben weil Dialekt geredet wird und mir das bei deutschen Filmen – so gern ich sie auch mag (z.B. “Die fetten Jahre sind vorbei”, “Kammerflimmern” usw.) – zu kurz kommt. Schade, dass der Film keinen Oskar gewonnen hat, ich hätte es Östereich gegönnt.

Written by Anne Grabs

März 15th, 2009 at 4:27

Blick hinter die Kulissen – "Unser täglich Brot"

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“Unser täglich Brot” ist ähnlich wie “We feed the World” von Erwin Wagenhofer, ein Film über industrieelle Nahrungsmittelproduktion, Agrar- und Landwirtschaft, Lebensmittelgroßkonzerne und das ohne Kommenar, dafür aber schonungslos.

Bereits der Trailer

Unser täglich Brot (Österreich / Deutschland 2003-2005) von Nikolaus Geyrhalter

gibt einen Vorgeschmack darauf, was uns in dem Film erwartet – eben ein Blick hinter die Kulissen, den wir nicht mehr gewöhnt sind. Der Film ist komplett ohne Erzähler oder Kommentar, eigentlich ist es nur eine Abfolge von Bildern. Wie weit weg diese Welt von uns ist, belegen auch die eingeblendeten Fließbandmitarbeiter, bei denen wir fast dazu neigen, sie zu bemitleiden.
Ein Freund von mir meinte neulich in unserer philosophischen Runde, dass es doch komisch sei, dass alle Welt aufschreit wenn irgendwo ein Tornado Häuser dem Erdboden gleich macht*, aber niemand etwas sagt, wenn jemand einen Ameisenhaufen zerstört. Naiver Vergleich – aber genau das ist es!

Von der Website unsertaeglichbrot.at

“Ein Dokumentarfilm über die globalisierte, automatisierte, mechanisierte Produktion unserer Nahrungsmittel, ein Film ohne Kommentar, ohne Expertenmeinung, ohne empörte Betroffenheit, ohne raunendes Entsetzen — geht das? Ja, das geht — wenn man wie Nikolaus Geyrhalter in seinem Werk “Unser täglich Brot” auf die elementare Essenz des Filmes setzt: die Bilder.

*Dieses Unglück ist schrecklich, ich möchte es nicht abwerten, sondern nur zur Kontrastierung verwenden.

Written by Anne Grabs

Januar 9th, 2009 at 10:13

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"Heimatkunde" – neue Perspektive DDR?

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Den Tag der dt. Einheit habe ich dieses Jahr in der Arbeit in Österreich verbracht – das war noch komischer als die Sprüche meiner Westkollegen in den vergangenen Jahren…Dieses Jahr bietet Ex-Titanic Redakteur Martin Sonneborn eine neue Perspektive auf die 18 Jahre Wiedervereinigung. “Heimatkunde” zeigt Momentaufnahmen von Ex-DDRlern in Berlin und Umland. Ich habe selbst nur den Tipp bekommen ihn mir anzuschauen, kam aber selbst bisher noch nicht dazu. Der Trailer ist schon mal recht interessant:

Written by Anne Grabs

Oktober 16th, 2008 at 8:51

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Elegy oder die Kunst zu lieben

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Meine Lieblingsregisseurin Isabel Coixet, die bereits “Mein Leben ohne mich” und “Das geheime Leben der Worte” gedreht hat, hat einen neuen Film – ihr 12. wie ich gerade festgestellt habe. Ihren Durchbruch hatte sie mit “Mein Leben ohne mich”. Auch in ihrem neuen Film bleibt sie Ihrer Linie treu, es geht um Gefühle und was sich durch eine schwere Krankheit verändert. Und es dreht sich um Mann und Frau. Der Mann – ein etwa 60Jähriger Womenizer und Professor an der Uni – hat regelmäßige Liebschaften mit seinen Studentinnen, bis er eines Tages sich doch verliebt in die 24jährige Consuela. Zu seinem Glück verliebt auch diese sich in ihn, aber das vermeintliche Glück führt am Ende zur Trennung, weil er den Gefühlen nicht gewachsen ist und daran zerbricht er innerlich. Nach acht Jahren begegnen sie sich wieder, Consuela initiiert, denn sie hat Brustkrebs und möchte sich eigentlich nur verabschieden, ihn noch ein letztes Mal sehen. Ihm wird bewusst, dass er all die Jahre nur darauf gewartet hat… Der Stern schreibt es sei ein “spritzig, melancholisch, sinnlicher Beziehungsfilm” – wirklich sehenswert und interessant als Frau die Gedankenwelt des “Frauenheldes” erleben zu können.

Written by Anne Grabs

September 13th, 2008 at 9:47

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SATC – der Film, was bleibt ist die Erinnerung an ein wunderschönes Gedicht

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Sex and the City – der Film – steht für mich nicht in Konkurrenz zu allen sechs Staffeln, zu viele Klischees, zu viel Kitsch und zu viele Klamotten. Aber das Gedicht von Ludwig v. Beethoven an seine “unbekannte Geliebte” will einem dann doch nicht aus dem Kopf:

“Schon im Bette drängen sich die Ideen zu dir, meine unsterbliche Geliebte, hier und da freudig, dann wieder traurig, vom Schicksal abwartend, ob es uns erhört – Leben kann ich entweder nur ganz mit dir oder gar nicht, ja ich habe beschlossen, in der Ferne so lange herumzuirren, bis ich in deine Arme fliegen kann und mich ganz heimathlich bei dir nennen kann, meine Seele von dir umgeben in’s Reich der Geister schicken kann. – Ja leider muß es sein – du wirst dich fassen, um so mehr, da du meine Treue gegen dich kennst, nie kann eine andre mein Herz besitzen, nie – nie – o Gott, warum sich entfernen müssen, was man so liebt, und doch ist mein Leben in W. so wie jetzt ein kümmerliches Leben – deine Liebe machte mich zum glücklichsten und zum unglücklichsten zugleich – in meinen Jahren jetzt bedürfte ich einiger Einförmigkeit, Gleichheit des Lebens – kann diese bei unserm Verhältnisse bestehn? – Engel, eben erfahre ich, daß die Post alle Tage abgeht – und ich muß daher schließen, damit du den B. gleich erhältst. – Sei ruhig, nur durch ruhiges Beschauen unsers Daseins können wir unsern Zweck zusammen zu leben erreichen – sei ruhig – liebe mich – heute – gestern – welche Sehnsucht mit Thränen nach dir – – dir – dir – mein Leben – mein alles – leb wol – o liebe mich fort – verkenne nie das treuste Herz deines geliebten L.

ewig dein, ewig mein, ewig uns.”

Ludwig van Beethoven an eine unbekannte Geliebte

Written by Anne Grabs

Juli 1st, 2008 at 4:45

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Weitsicht

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http://www.weitsicht-festival.de/

Written by Anne Grabs

November 20th, 2007 at 11:46

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Filmtipp

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Ich habe vor zwei Wochen einen sensationellen Film in Salzburg gesehen zum Thema Privatisierung. Der Film heißt Der Große Ausverkauf von Florian Opitz. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema mit Corinna Milborn (milborn.net), Dr. Martin Panosch (Stadtrat), Dr. Werner Rügemer (business crime control, wirtschaftsverbrechen.de) wo unter anderem auch über den Kauf des Wohnungsunternehmens WOBA in Dresden gesprochen wurde. Die etwa 49.000 Wohnungen der stadteigenen WOBA waren für 1,7 Milliarden Euro an das amerikanische Investmentunternehmen Fortress gegangen. Dresden war mit dem Verkauf zur einzigen schuldenfreien Großstadt in Deutschland geworden.
ABER was die Stadt nicht wusste, war, dass der Käufer Fortress Investment Group LLC für den Kauf eine Firma gründete, einen Kredit über 1,4 (+,-) Mrd. Euro aufnahm und die 300.000 EUR (+,-) als Eigenkapital bereitstellte. Nach dem Kauf wurden die WOBA DRESDEN mit der Fortress Investment Group LLC zur GAGFAH Group zusammengeführt (Quelle: http://www.gagfah.de/de/ueber_uns/historie.html). Und nun sitzt sind wieder da die Schulden.
Bereits im Februar mussten die Mieter nun erhöhte Mietpreise in Kauf nehmen mit der Begründung man müsse sich an den “”Markterfordernissen orientieren”.
(Quelle: http://www.mdr.de/nachrichten/4157924.html). Für die Stadt Dresden sind das zwar nicht mehr die eigenen Schulden, aber man denke nur mal daran, dass HartzIV Empfänger ihre Wohnung bezahlt bekommen und die Arbeitsagentur gleichermaßen durch die Mieterhöhungen betroffen ist.

Written by Anne Grabs

Oktober 24th, 2007 at 5:46

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