Anne Grabs // Social Media & Bildung

Freiraum für eigene Gedanken

Archive for the ‘twitter’ Category

Multitasking im Medien-Alltag

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Wer kennt das nicht? Montag 9:20 gerade den Laptop auf den Tisch gestellt, angeschalten, hingesetzt. 9:21: Der Kollege hat eine Frage, ich höre mit halben Ohr hin. Meine Augen sind noch vollständig auf den Laptop gerichtet, die ersten Mails trudeln ein. 9:23 Ich drehe mich zum ersten Mal zum Kollegen, frage: “Was meinst du jetzt noch mal?”. Er wiederholt sein Anliegen. Doch nur die Hälfte mitbekommen. “Ich schau es mir gleich an”, antworte ich. Ich scrolle weiter durch meine Mails. 9:25 Ich öffne die Mail, lese 2,3 Sätze. Dann die Frage von meinem Chef, wie das Meeting mit Frau D. gelaufen sei. “Gut, gut soweit”. Ich bin abgelenkt und reflektiere kurz. Ich sortiere mich und sage dann ausführlicher in 3-5 Sätzen wie es war. OK, dran bleiben. 9:28 Erneut lese ich die Mail. Kunde F. ist an einer Zusammenarbeit x interessiert. Super. Ich will gerade antworten, da klingelt mein Telefon. Mein Freundin N. ist dran, fragt ob ich heute auf nen Kaffee Lust habe. Lust schon, bin aber eben erst auf Arbeit eingetrudelt und hab eigentlich keine Zeit. Ich tippe “Sehr geehrter Herr …”, N. spricht weiter. Am Ende telefonieren wird doch noch 9,5 Minuten. Ich gehe indessen zum Kaffeeautomaten. Im Geiste beantworte ich die Email.
So oder so ähnlich beginnt häufig meine Arbeit, mein Alltag. Auf das Checken von Twitter, Blogs und Facebook bin ich nicht eingegangen, das läuft ja nebenbei.

In diesem Beitrag soll es um Multitasking gehen.

Multitasking bedeuetet “mit mehreren Dingen gleichzeitig befasst sein”. Und unser Körper ist an sich ein simultanes Wunder, wenn man bedenkt, was wir alles gleichzeitig schon tun. Wir können beispielsweise mit dem Auto fahren, dabei telefonieren und nebenbei noch das Radio einstellen. Es gibt also bereits so etwas wie ein “gut gelebtes Multitasking”. Diese “Kompetenz” haben wir uns evulotionär bedingt, angeeignet und in vielen Bereichen unseres Lebens kämen wir ohne diese Fähigkeiten gar nicht mehr zurecht.

multitasking

Foto Quelle: flickr.com // User: nheeton

Multitasking zeichnet sich besonders durch seine Gleichzeitigkeit aus, also dass mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Es findet ein Switching statt, ein Wechseln und Hin- und Herschalten zwischen den Tätigkeiten (Denken, Handeln). Dabei priorisieren wir die Fälle im Gehirn. Alles gleichzeitig und mit der gleicher Relevanz könnten wir nicht bearbeiten. Es passiert zwar alles zugleich, aber wir handeln es mehr oder weniger nacheinander ab. Betrachten wir den Anruf von meiner Freundin beispielsweise. Wenn ich weiter meine Email lese, höre ich ihr nur halb zu. Sobald ich aufstehe und mir einen Kaffee hole, bin ich wieder ganz Ohr.

Dennoch höre ich derzeit des öfteren von einem “information overflow”. Durch die zunehmende Online-Gleichzeitigkeit gelangt man teilweise an die Grenzen seiner Aufnahme- und Multitaskingfähigkeit. Man kommt mit der Masse an Informationen nicht mehr zurecht – verständlicherweise. Begibt man sich beispielsweise in Twitter, ist man schnell überfordert. Den ganzen Tweets, Blogs und News lesen? Geht nicht, man muss ja auch arbeiten. Es braucht ein wenig Übung, um damit klarzukommen. Hat man das richtige Level an Multitasking-Fähigkeiten jedoch erreicht, wird einem bei geringer Dichte an Komplexität schnell langweilig. Zu wenig Reize, also sucht man sich neue. Ich schaffe es zum Beispiel keine Minute an der Bushaltestellt in Ruhe zu warten. Schnell zücke ich das Handy, um wieder aufs Level zu kommen.
Bei zwischenmenschlichen Beziehungen, wie Freundschaften oder Paaren wird die Sache etwas kompliziert. Häufig ist man im Telefonat mit seiner Freundin und schaut nebenbei ein Youtube-Video. In diesem Fall hat man zwei Möglichkeiten:
1. man behandelt den anderen so, dass er es nicht merkt
2. er/sie merkt es und man muss sich mit den Redundanzen im Gesprächsverlauf abfinden (nachfragen, nachhaken usw.)

Beim Multitasking ist die Dichte der Optionen und deren Komplexität ausschlaggebend. Beispielsweise jemand fährt Fahrrad und löst dabei eine Matheaufgabe, was schon allein fein- und grobmotorisch schwierig sein dürfte. Eine Matheaufgabe lösen und nebenbei Musik hören, ist für viele Menschen weniger schwierig.

Wenn man Multitasking als Problem oder Belastung betrachtet, gibt es vier Möglichkeiten damit umzugehen.

  1. Beschleunigung: in allem schneller werden, sich selbst und sein Leben beschleunigen, schneller arbeiten usw. Allerdings steht dies in starkem Widerspruch zum Thema “Downshifting”
  2. Das 24/7-Modell: mehr Arbeit weniger Schlafen, Online-Gleichzeitigkeit, erscheint mir auch etwas ungesund, wird aber immer mehr Alltag
  3. Multitasking: “Double your Time”, Parallelwelten, Netzwerke, Arbeit und Privat, “Verschwende keine Zeit”, auch da fehlt mir ein wenig das Auszeit nehmen und einfach mal nichts machen.
  4. Obsessives Multitasking: zwanghaft, führt langfristig zum Burnout, man verfällt der Simultanität

All diese Vorschläge finde ich nicht so optimal, zumindest für mich. Ich glaube, ich bin schon schnell und multi genug in vielen Parallelwelten unterwegs.
Was Ullmaier dann aber vorschlägt, ist ein medienästhetisches Multitasking. Ein Multitasking, dass man als ausgeglichen für einen selbst empfindet. Er beschreibt damit ein “Light-Programm” wo ich zusätzliche Reize addiere und organisiere, z.B. TV, Laptop, iTunes und Skype sind angeschalten, 10 Browserfenster offen während man ein Telefonat führt. Es ist vielleicht ein extremes Szenario, aber es ist nicht unrealistisch, sondern mehrspurig, mit einer neuen Dichte an Optionen und Szeanarien. Ich glaube, dass das realistischer sein wird, als ein Szenario bei dem wir alle schweigend zu Hause sitzen.

Als Quelle diente mir ein Radio-Beitrag über Simultanität von Johannes Ullmaier auf FM4. An einem Sonntag vor ca. 4 Wochen. Zufällig und gleichzeitig beim Auto fahren.

Written by Anne Grabs

Oktober 6th, 2009 at 9:17

Video zum Bildungskongress.

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Bildungskongress 2009 - Quelle: METRO AG

Bildungskongress_2009

Ich habe ja bereits gestern mein Nachwort zum Bildungskongress auf Soundcloud gestellt. Bitte verzeiht mir, dass an manchen Stellen der Zusammenhang fehlt. Vielleicht muss ich mich erst mal ans Podcasten gewöhnen.

Nachlese (-rede) zum Bildungskongress der METRO AG by Annellchen

Prof. Kruse hat eine wirklich tolle Präsentation gehalten.

Meine Lieblings-Zitate:
“Das Soziale Netz startet im Moment durch.”

“Hier findet etwas statt, eine Macht bottom up.”

“Heimat ist, wo man seine Pupertät durchlitten hat.”

“Internet: ein gigantisches Gehirn in der Pupertät.”

“Ich glaube, dass es der Bildungslandschaft gut täte, wenn sie etwas Erotik bekäme.”

Ich denke, wir haben ingesamt ein positives Bild hinterlassen, aufgerüttelt und gleichzeitig Interesse geweckt. Hoffentlich wird sich jetzt einiges ändern. Wenn nicht, kümmern wir uns drum :)

Anbei nun das versprochene Video mit den Interviews, die Melanie und ich auf dem Bildungskongress geführt haben.

Vielen Dank an dieser Stelle an die interviewten Personen für die interessanten Beiträge.

  • Peter Blomert – Gesamtschule Espenstraße Mönchengladbach
  • Monika Stoll-Röhl – Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg Coesfeld
  • Christopher Schering – Geschäftsführer cobra youth communications GmbH
  • Felix Schaumburg – Gesamtschule Barmen in Wuppertal

Nachlese Bildungskongress METRO AG #1

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PeterKruse Bildungskongress 09

Noch keine 24 Stunden sind vergangen nach dem Bildungskongress der METRO AG in Düsseldorf. Ich sitze im Büro von AVISEO und komme noch nicht so recht zum reflektieren, denn die Kunden müssen ja auch betreut werden. Eine Idee wie meine Nachlese aussehen soll, habe ich allerdings schon. Es soll ein Video werden. Melanie und ich haben ja fleißig interviewt auf dem Kongress. Daraus und aus vielen anderen Puzzleteilen werde ich ein Video basteln. Updates folgen.

Written by Anne Grabs

August 27th, 2009 at 9:48

Twitter im Unterricht

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Ich habe schon einmal über das Twitter-Experiment an der Uni Dallas geschrieben. Heute habe ich passend zum Bildungskongress der METRO AG (#bk09) eine Präsentation auf SlideShare gefunden über Twitter im Unterricht und warum es LehrerInnen einsetzen sollten.

Written by Anne Grabs

August 26th, 2009 at 1:58

Pechakucha Night

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20 Folien in je 20 Sekunden macht 6.40 Redezeit. Das Konzept aus Japan wurde am 24.06.09 erstmals in der Arge in Salzburg bei einer sog. PechaKucha Night gestartet. Ich habe dort zum ersten Mal eine Twitterlesung gehalten. Eine ziemlich große Herausforderung, da die meisten Gäste an diesem Abend Twitter nicht nutzen oder auch nicht kennen. Ich war also recht angespannt, war dann aber überrascht wie gut die Lesung über die Bühne gegangen ist. Danke fürs Filmem Martin (AVISEO)! Hier das Video zur Lesung:

Written by Anne Grabs

Juni 29th, 2009 at 3:57

Obama in Dresden!

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Bild 9 Beinah hätte ich es verpasst. Obama kommt nach Dresden. Morgen, am 4.6. In Dresden     muss bereits die Hölle los sein. Und weil die Dresdner ihre Stadt so lieben, haben sie eigens eine website für dieses event ins Leben gerufen. Auf obama.besucht-dresden.de findet man die neuesten Updates, Twitter, Bilder usw. davon. Sehr coole Aktion und Kompliment an die Dresdner!

Nachtrag
Mh, heute morgen sagte man im Radio dass Obama noch in Ägypten sei. Kommt der denn wirklich heute?

Written by Anne Grabs

Juni 3rd, 2009 at 8:49

Einsatz von Twitter an der Uni Dallas/Taxas

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The Twitter Experiment – UT Dallas
[]

Dr. Monica Rankin versucht, was viele andere nicht wagen. Twitter im Unterricht einsetzen.
Die Tweets werden während der Vorlesung gesammelt, mit einem hashtag (#) thematisch gegliedert und am Ende diskutiert.

Zwei Vorteile höre ich aus dem Video heraus:

1. Jeder hat die Möglichkeit etwas zu sagen, auch schüchterne SchülerInnen. Dadurch entsteht eine richtige Diskussion, da sich nahezu alle (hier 90 StudentInnen) an der Diskussion (auch die die keinen Laptop besitzen, denn sie schreiben ihre Kommentare auf einen Zettel und jemand tippt sie dann in die Twitterwall).

2. Die Beschränkung auf 140 Zeichen ermöglicht es die Fragen aufs Wesentliche zu beschränken, um zu verhindern das zu lange Beiträge geschrieben werden.

Barcamp Salzburg oder Wien?

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Hach, jetzt bin ich doch etwas durcheinander. Eigentlich hatte ich fix geplant am 13. Juni zum Barcamp nach Wien zu fahren. In Salzburg findet am selben Tag (#schlechte-planung) das Barcamp Salzburg statt. Da die Teilnehmerliste bisher recht schmal war, wollte ich mir das sparen und eben gleich nach Wien. Nun haben die Veranstalter subnet.at aber Markus Beckedahl eingeladen und deshalb sieht die Sache wieder ganz anders aus. Wird dann wohl eine Bauchentscheidung.

Barcamp Salzburg

Barcamp Salzburg

Written by Anne Grabs

Mai 19th, 2009 at 2:41

SPAR Österreich twittert

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SPAR Österreich

SPAR Österreich twittert mit eigenem Twitpic Accout. 80 Follower zählt @SPARoesterreich bis heute zu seinen digitalen “Verfolgern”. Mit dem Gezwitscher hat die Unternehmensgruppe vor ca. 3 Monaten begonnen. Dabei geht sie auf Themen wie neue Mitarbeiter, Preise & Auszeichnungen, Events, aber auch Produkte. Wenn große Unternehmen und Marken soziale Dienste im Internet nutzen, braucht es immer ein wenig Fingerspitzengefühl, wie es @zappos gelungen ist. Bisher sieht es so aus als würde SPAR alles richtig machen. Weiter so!

Written by Anne Grabs

Mai 7th, 2009 at 4:30

Interview Franz Müntefering übers Twittern

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Dass Franz Müntefering aktiv twittert finde ich weitaus phänomenaler als das Calli mich gefollowed hat. Auf netzpolitik.org habe ich ein Interview mit Franz Müntefering übers Twittern entdeckt. Das ist zwar recht kurz, aber dennoch gefällt mir die Position Franz Münteferings (Frage: “Was war deine Motivation?”): “Wähler erreichen und die SPD in schwierigen Zeiten zusammenhalten. Auch digital.” …und weiter: “Anmelden – und den Menschen aus dem Herzen twittern.”

Schöner, hätte er es nicht sagen können. Applaus für Franz Müntefering.

Written by Anne Grabs

März 9th, 2009 at 12:38

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