Archive for the ‘ideen’ Category
WanderCamp 2010
So weit man sehen kann,
Jetzt blüht’s in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an:
Joseph von Eichendorff
Die Liebe zur Natur haben uns die Romantiker gelehrt und überraschenderweise ist das Wandern in den letzten zwei Jahren zu einer meiner größten Leidenschaften geworden. Wandern kann süchtig machen, mich macht es das jedenfalls. Wandern ist Ausgleich für alles. In der Bewegung liegt die Kraft und umso höher, desto anstrengender und desto mehr verfliegt was zuvor noch Breakdance im Kopf war. Heute, endlich und passend zum Startschuss des WanderCamps war ich wieder auf dem Zwölferhorn in St. Gilgen. Nun geht das Wandern an.
Wie passt nun das Wandern und BarCampen zusammen bzw. was veranlasst uns (die Initiatoren Oliver Berger, Mike Schnoor, das Team vom 13. Stock, und mich) ein WanderCamp zu organisieren? Es ist die Idee, Webenthusiasten und Webaficionadas einzuladen, gemeinsam Themen zu diskutieren und gleichzeitig von der Natur und der Bewegung zu antizipieren, einen Ausgleich zwischen Input und persönlicher Rast zu schaffen. Denkbar wären auch Sessions im Freihen oder beim Lagerfeuer abzuhalten. Das WanderCamp knüpft auch an die Gedanken der noch jungen Slow Media Bewegung an. Das WanderCamp ist als die Möglichkeit gedacht, Themen auf andere Art zu diskutieren, neu zu denken, für die man sonst keine Zeit findet. Unter dem Motto “Entschleunigung 2.0 – Social Media war noch nie so offline” möchten wir alle wander- und naturbegeisterten Social Medianer und Webinteressierten dazu einladen, am WanderCamp 2010, welches voraussichtlich Mitte/Ende Mai bzw. Anfang Juni in den Bergen von Deutschland (Eifel, Bergisches Land, Harz, Thüringer Wald, Elbsandsteingebirge) stattfinden wird, teilzunehmen.
Kein Medienzölibat
Ein BarCamp ohne Internet ist dann doch kein Barcamp. Jeder darf und soll auf dem WanderCamp Internet nutzen können, ggf. werden wir mit Geocaching und GPS arbeiten. Wir setzen ganz im Sinne von Social Media auf die Kollaboration und Interaktion mit allen potentiellen Teilnehmern. Wir laden Euch ein, gemeinsam am WanderCamp 2010 zu arbeiten und eure Ideen einzureichen. Dazu haben wir eine Facebook-Fanpage als auch Twitter @WanderCamp eingerichtet.Wir sind dankbar für Tipps was Wanderrouten, Strecken und deren Schwierigkeitsgrade usw. betrifft.
Sponsororen
Das WanderCamp 2010 wird ohne finanzielle Unterstützung nicht umsetzbar sein, denn es fallen Kosten für die Unterkunft in Hostels/Hotels/Hütten, Catering, Ausrüstung und so weiter an. Für das WanderCamp 2010 suchen wir ab sofort Sponsoren, die uns und die Teilnehmer bei diesem Event unterstützen wollen. Interessierte Sponsoren sollen sich bitte an die Organisatoren wenden.
Kurz:
Worum geht es?
Wir planen ein Wochenende im Sinne der Netzkultur – aber nicht (unbedingt) mit dem Laptop oder MacBook im Gepäck. Wir gehen an die frische Luft mit Wanderstiefeln, wetterfester Kleidung, Rucksack und einem knallharten Wissensaustausch von morgens bis abends über das Wandern, Berge, Seen, Pflanzen, Tiere und das Überleben in der Wildnis.
Wer macht mit?
Jeder, der Lust auf Wandern hat und sich dabei für zwei Tage anderen Themen und Fragen widmen möchte, die er sonst im Alltag ausblenden muss.
Wo finde ich weitere Infos?
Bleibt immer auf dem Laufenden mit aktuellen Neuigkeiten bei Twitter: twitter.com/WanderCamp
Wie mache ich mit?
Gestaltet das WanderCamp über Facebook selbst mit.
Wie lauten die Hashtags?
#WanderCamp oder #WC2010
Wo finde ich das WanderCamp-Logo zum Download?
Das Logo basiert auf dem BarCamp-Logo von SpreadBarCamp und ist unter CC-Lizenz, NC SA 3.0 verwendbar.
Hier gibt es das WanderCamp-Logo als PSD, AI und EPS. Als JPG ist das Logo bei flickr zu finden.
Wer organisiert alles?
Das WanderCamp ist ein gemeinsames Projekt von: Oliver Berger (@OliverBerger), Mike Schnoor (@sichelputzer), Anne Grabs (@annellchen) und dem Team vom 13. Stock (@13stock).
Bildung ist anarchisch.
Der erste Vortrag der Unibrennt Ringvorlesung BildungMACHTGesellschaft wurde von Erich Ribolits (Univ. Prof., Institut für Bildungswissenschaften, Universität Wien) unter dem Titel “Möglichkeiten und Grenzen emanzipatorischer Bildung an den Universitäten” gehalten. Die Videoaufzeichnung findet ihr hier.
Ich möchte noch einmal festhalten, welche Positionen Ribolits in seinem Vortrag, aber auch in seinen beiden Texten,
- Ribolits, Erich (2009): Bildung – Kampfbegriff oder Pathosformel? Vortrag bei der Tagung Bibliothek als kritischer Raum, Renner-Institut, 7. Nov. 2009. Wien.
- Ribolits, Erich (2009): Die Antwort auf unsere behauptete oder tatsächliche Orientierungslosigkeit ist Bildung… In: E. Ribolits. Bildung ohne Wert. Wider die Humankapitalisierung des Menschen. S. 89 – 105. Löcker Verlag
bezieht.
Ausgehend von einer Kapitalismuskritik zeigt Ribolits das Verwertbarkeitsparadigma von Bildung auf. Bildung und Wissenschaft werden als kauf- und verkaufbare Waren argumentiert und behandelt. Für die Hochschule bedeutet das, dass alle Studien, die nicht ökonomisch verwertbar sind, reduziert werden müssen. In den Geistes- und Kulturwissenschaften ist dies schon längst zu spüren. Naturwissenschaften werden, durch ihre engere Verknüpfung zur Industrie und Wirtschaft, stärker gefördert.
Ribolits führt weiter an, dass Bildung “wert-los” gedacht werden muss. Diese Forderung ist erst einmal sehr irritierend, weil jeder der sich bildet (mich eingeschlossen) davon ausgeht, dass es für ihn selbst auch einen Wert hat (etwas bringt). So meint es Ribolits nicht. Ausgehend von den Wertformen Gebrauchswert (persönlicher Nutzen) und Tauschwert (Arbeit gegen Geld), welche den Dingen in marktwirtschaftlich-kapitalistischen Gesellschaften anhaften, beschreibt er das Bildung nur noch als Tauschwert gedacht wird. Mit einem Universitätsabschluss erwarten sich Studierende, dass sie in Zukunft ein höheres Einkommen und Anerkennung erhalten. Sie machen sich somit aber auch zum Untertan des Arbeitsmarktes. “Auch die Gewinner im Kampf um lukrative Bildungsabschlüsse unterliegen der – im Titel des vorliegenden Buches angesprochenen – ‘Armut des Habens’. Auch für sie geht es nicht darum, durch Bildung zum unverstellten Sein zu gelangen; Bildung artikuliert sich auch für sie nur auf der Ebene des ‘Habens’ von Qualifikationen.” (Ribolits, 2009, S. 97ff.).
Ribolits zeigt weiterhin auf, dass der Mensch immer mehr zur Ware und als Humanressource oder Humankapital gedacht wird. Die Humanressource kann damit als das „noch nicht für die Verwertung zugerichtete Humanmaterial“ (Zitat Ribolits Vortrag). Humankapital ist dann der jeweils Arbeitsfähige mit seinen verkörpertern Fähigkeiten und Fertigkeiten. Bildung wird nicht mehr als Menschenrecht argumentiert, denn sie unterliegt der Verwertungslogik der Marktwirtschaft. Hierbei geht Ribolits bis auf Marx/Engels und deren Manifest der kommunistischen Partei 1848 zurück und zitiert: “Im Kapitalismus bleibt schlussendlich kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch als das nackte Interesse, die gefühllose bare Zahlung – die persönliche Würde löst sich im Tauschwert völlig auf.”
Bildung wird so nicht mehr als Menschenrecht verstanden, sondern etwas in das man investieren muss, sei es Zeit oder Geld. Bildung als Menschenrecht ist jedoch die Möglichkeit sich zu bilden, möglichst lange das eigene Denken zu trainieren, unabhängig vom politisch-ökonomischen System.
Dem eigentlichen Ziel von Bildung – die Emanzipation des Menschen zu einem selbstbewussten und mündigen Bürger – kann somit keine Rechnung getragen werden. Wahre Bildung muss sich außerhalb der Verwertungslogik befinden (→ keinen Tauschwert besitzen), eben wert-los sein. Nur wenn Bildung als wert-los gedacht wird, kann sie ein Instrument zum Hinterfragen der Verwertungsgesellschaft sein. Wenn man Bildung unter dieser emanzipatorischen Zielsetzung versteht, darf Bildung für Alle “nicht über das Versprechen des Aufstiegs oder der erhöhten Arbeitsplatzsicherheit” gefordert werden. Ribolits betont immer wieder das freie Denken und nennt als die zwei wichtigsten Voraussetzungen dafür Zeit und den “herrschaftsfreien Dialog” (2009, S.6). Zeit dürfe aber nicht der Zeitökonomie des Kapitalismus unterliegen, “damit sich Lernende - in dem ihnen jeweils eignen Tempo - mit Lerninhalten auseinandersetzen … können”. Hier darf ich kurz einfügen, dass insbesondere mit Beginn der Arbeitsoptimierung durch Frederick W. Taylor, versucht wurde Arbeitsprozesse zeitlich einzugrenzen, in weiterer Folge der Ökonomisierung von Bildung auch die Lernprozesse. Wer nicht schnell genug ist, den bestraft das System, egal ob in der Schule, in der Arbeit oder Universität. Für meinen Studiengang der Erziehungswissenschaften darf ich das Ganze zugespitzt formulieren: “Wir lernen auswendig, dass auswendig lernen schlecht ist” (gemeint ist das Trichtermodell). An vielen Universitäten wird Wissen nach wie vor nach dem Trichtermodell abgeprüft.
Dennoch: Bildung ist anarchisch. Und damit mein Ribolits, dass sich durch Bildung nicht vorherbestimmen lässt, welchen Weg ein Mensch nachher einschlägt. Besonders die Auseinandersetzung mit kritischen Inhalten ist noch lange kein Zeugnis dafür, dass er/sie nachher Geisteswissenschaftler wird. Aber es dient dem Ziel mündig zu werden und (Macht-) Strukturen in der Gesellschaft zu hinterfragen, was meiner Ansicht nach heute viel zu wenig Menschen tun. Sir Simon Rattle hat einmal im Film “Rhythm is it” gesagt: “we don’t only need good workers – these times are over.”
Lied zum Frühling.
“The first days of spring” – Noah and the whale
Was kommen soll: Outernet
Im aktuellen Kulturspiegel wird für die nächste Dekade das “Outernet” prognostiziert. Dabei wird es selbstverständlich sein, Gegenstände, die uns offline begegnen per Handy online abzubilden. Beispielsweise sehe ich einen Schuh, der mir gefällt, fotografiere ihn mit meinem Handy und lande auf einer Bestellseite des Produktes. Das Ganze nennt sich”Outernet”.
Andere nennen es “Augmented Reality” (Erweiterte Realität) und interessanterweise ist gerade ein Salzburger Unternehmen namens Wikitude mit seiner Technologie ganz weit vorn und Gewinner des Awards for best Augmented Reality in 2009. Damit habe ich die Möglichkeit Informationen zu Gebäuden (sehr relevant für Tourismus) zu erhalten usw. Mit Geo-Tagging die Welt entdecken, das halte ich für sinnvoll.
Die zentralen Erkenntnisse in Kürze:
* Die ganze Welt wird zum Hyperlink
* Intelligente Alltagsgegenstände und eine neue Generation mobiler Endgeräte vernetzen sich im Internet der Dinge
* Augmented Reality ermöglicht maßgeschneiderte, stimmungs- und ortsrelevante Informationen
* Die Technologie rückt näher an den Menschen heran
* Die Umweltwahrnehmung wird selektiver
* Enormes Potenzial für Marketing, neue Businessmodelle und Services”
Foto: http://www.flickr.com/photos/naglobe/2402656192/
von naglobe
Musik für ein Jahr – Meine Playlist 2009
Ein Jahr ist vorbei, eine Playlist gefüllt. Es ist immer wieder schwer. Bei einigen Titeln weiß ich sofort “der muss dabei sein”, andere hat man erst zweimal gehört und findet sie dennoch so schön.
Januar: Der Start ins Jahr
The Field – “Silent”
Februar: Ein wunderschönes Lied um in den Tag zu starten
Lusine – “Two Dots”
März: Half asleep aber doch schon wach für den Frühling
School of Seven Bells – “Half Asleep”
April: Uns gehört der Himmel
M83 – “We own the sky”
Mai:
Dusty Kid – “Nemur”
Juni: Das passende Lied zur WM 2010 in Afrika
Warm Heart Of Africa feat Ezra Koenig – “The Very Best”
Juli: Das Lied erinnert an Melt! 2009
Dapayk & Padberg feat. Caro – “Island” (Noze remix)
August: Mein Lieblings-Sommer-Lied überhaupt
Gui Boratto – “Beautiful Life”
und weil ich in diesem Monat Geburtstag hab, darf ich noch eins dazu tun!
Oliver Ton – “Hasta al fin”
September: Viele Playlisten werden Gossip enthalten, ich beschränke mich auf Beth Ditto
Simian Mobile Disco – “Cruel Intentions” (feat. Beth Ditto)
Oktober:
Soap & Skin – Marche Funebre (DJ Koze Marxa Mix)
November:
Yeasayer – “Ambling Alp”
Dezember: Noch nicht überhört, aber im Dezember 2009 der absolute Dauerbrenner
The xx – “Crystalised”
Für den Fall, dass die Erde einfach mal anhält und wir mehr Zeit haben Musik zu hören, habe ich noch folgende Lieder für euch:
Death Cab for Cutie – “A Lack of Color”
Peter Bjorn And John – “The Chills”
The Black Atlantic – “Fragile Meadow”
Weihnachten in Salzburg
einfach eeescht kölsch
Dat is en Kölner Urjestein.
birthday bash
Hier nun ein paar Bilder von meiner Geburtstagsfeier im Sixpack,
ein bisschen Abschied von sevenload ist auch dabei…
Settled in Salzburg
Leider habe ich es noch nicht geschafft etwas über meinen Umzug zu posten,
ich hatte ja ein Video versprochen..Das werde ich aber nachholen, sobald die
Internetline in meinem neuen zu Hause wieder steht.
Hello Blogworld!
Ich bin neu hier, total aufregend, denn ich habe es geschafft ein Video zu “embedden”. Ich fühle mich richtig bloggig. Tolle Sache!












