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	<title>Anne Grabs &#187; afrika</title>
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		<title>Das Leben meines Computers</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 17:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
				<category><![CDATA[afrika]]></category>
		<category><![CDATA[filme]]></category>
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		<category><![CDATA[BEHIND THE SCREEN]]></category>
		<category><![CDATA[Computerindustrie]]></category>
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		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Produktlebenszyklus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dokumentarfilm BEHIND THE SCREEN: Das Leben meines Computers zeigt den globalisierten Produktlebenszyklus von der Rohstoffgewinnung in Afrika (Ghana), über die Fertigung in Osteuropa, über den Absatz in industrialisierten Ländern (also bei uns) bis zur Verschrottung in Afrika (Ghana) und damit schließt sich der Kreis in grotesker Absurdität. 2007 war ich selbst in Ghana und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dokumentarfilm <a href="http://www.behindthescreen.at" target="_blank">BEHIND THE SCREEN: Das Leben meines Computers</a> zeigt den globalisierten Produktlebenszyklus von der Rohstoffgewinnung in Afrika (Ghana), über die Fertigung in Osteuropa, über den Absatz in industrialisierten Ländern (also bei uns) bis zur Verschrottung in Afrika (Ghana) und damit schließt sich der Kreis in grotesker Absurdität. 2007 war ich selbst in Ghana und erinnere mich neben den freundlichen Menschen besonders gern an die Landschaft (z.B. <a href="http://www.geckogo.com/Attraction/Ghana/Ada-Foah/" target="_blank">Ada Foah</a>, wo der Voltasee auf den Ozean trifft).</p>
<div id="attachment_1360" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a class="fancybox" href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/E-Waste-6_001.jpg"><img class="size-large wp-image-1360 " title="Elektroschrott in Agbogbloshie" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/E-Waste-6_001-1024x576.jpg" alt="" width="640" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Elektroschrott in Agbogbloshie</p></div>
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<p>Doch solche Orte zeigt der Film nicht, sondern die Kamera hält schonungslos auf die Elektromüllhalden in Agbogbloshie (Ghana), wo Kinder und Jugendliche täglich Müll verbrennen und giftige Gase einatmen. Die Lebenserwartung der Menschen dort liegt bei etwa 20 Jahren. Aber nicht nur in Afrika nimmt dieser Kreislauf unmenschliche Ausmaße an. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Foxconn (Tschechische Republik) berichtet, wie das Unternehmen seine MitarbeiterInnen ausbeutet. Der Film rüttelt vor allem diejenigen auf, deren Arbeitsgrundlage Laptops und Smartphones sind, wie es auch in meiner Branche der Fall ist. Auch dieser Blogbeitrag, den ich an meinem MacBook Pro schreibe, reiht sich in dieses System ein. Insofern hat es mich gefreut, dass der Film von Menschen gemacht wurde, die ebenfalls täglich mit Computern arbeiten. Sandra Heberling (Produktion), Simon Fraissler (Kamera und Schnitt) und Stefan Baumgartner (Regie) haben BEHIND THE SCREEN im Rahmen ihres Studiums an der FH Salzburg (MultiMediaArt) entwickelt. Ich hatte die Möglichkeit, mit Simon und Stefan über die Idee zu dem Films und seine Umsetzung zu sprechen.</p>
<div id="attachment_1368" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Fertigung-2_001.jpg"><img class="size-large wp-image-1368" title="ehemaliger Mitarbeiter von Foxconn berichtet" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Fertigung-2_001-1024x576.jpg" alt="" width="640" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">ehemaliger Mitarbeiter von Foxconn berichtet</p></div>
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<p><strong>Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Dokumenation über das Leben eines Computers zu machen?</strong></p>
<p><strong>Stefan</strong>: In den letzten Jahren konnte ich u.a. gemeinsam mit Kameramann Simon mehrere kurze Reportage- und Doku-Projekte umsetzen. Im Rahmen des Masterstudiengangs MMA an der <a href="http://www.fh-salzburg.ac.at/" target="_blank">FH Salzburg</a> wollten wir nun unseren ersten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Feature_length" target="_blank">Feature-Length</a> Dokumentarfilm gestalten. Des Öfteren unterhie<strong>l</strong>t ich mich mit Simon über die hohe Produkt-Launch-Frequenz im Elektroniksektor (bei der in immer kürzerer Zeit immer mehr Elektronikprodukte auf den Markt gebracht werden, Anmerkung) und über die damit einhergehende Bewerbung dieser revolutionären Produkte. Es war uns wichtig, die Strukturen unseres dezentralisierten Wirtschaftssystems anhand real beteiligter Personen darzustellen, die im Image der Markenfirmen nicht zu finden sind.</p>
<div id="attachment_1367" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Mining-12_0011.jpg"><img class="size-large wp-image-1367 " title="Der Goldgewinn der illegalen Goldschürfer ist marginal" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Mining-12_0011-1024x576.jpg" alt="" width="640" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Der Goldgewinn der illegalen Goldschürfer ist marginal</p></div>
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<p><strong>Der Film hat für Computerliebhaber einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Wie geht ihr damit um?</strong></p>
<div id="attachment_1365" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Nutzung-1.1_001.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-1365    " title="Keine Utopie mehr: In Zukunft arbeiten wir per Touchscreen" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Nutzung-1.1_001-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Keine Utopie mehr: In Zukunft arbeiten wir per Touchscreen</p></div>
<p><strong>Stefan</strong>: Der Computer ist wohl das wichtigste Werkzeug in den postindustrialisierten Breiten. Gerade in der Medienbranche ist er derzeit nicht wegzudenken. So wurde auch BEHIND THE SCREEN unter dem Einsatz enormer Rechenleistung produziert. Das Ziel des Films ist es aber nicht eine Debatte über die Notwendigkeit von Technologie zu provozieren. Wenn BEHIND THE SCREEN dazu anregt über die Herkunft und Zukunft der Produkte nachzudenken, die wir besitzen (ob Kleidung, Fortbewegungsmittel oder elektronische Gadgets),  freue ich mich umso mehr.</p>
<p><strong>Simon</strong>: Ich denke, dass sich in der heutigen Zeit niemand der Nutzung elektronischer Geräte entziehen kann &#8211; vor allem nicht Menschen im Medienbereich. Ich glaube aber, dass man sein eigenes Konsumverhalten anpassen und auf ein Minimum reduzieren kann, indem man nicht nur Trends, sondern seinen tatsächlichen Bedürfnissen nachgeht.</p>
<p><strong>Wie waren die Dreharbeiten vor Ort in Ghana und der Tschechischen Republik? </strong></p>
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<p><strong>Stefan</strong>: Wir konnten in Ghana sowie in der Tschechischen Republik auf verlässliche Guides, Übersetzer und Aktivisten zählen. In Afrika ermöglichte uns <a href="http://www.global500.org/ViewLaureate.asp?ID=70" target="_blank">Mike Anane</a> den Einblick in die Arbeit der illegalen Goldschürfer in der Western Region sowie die Dreharbeiten auf den Elektromüllhalden in Agbogbloshie (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/vergiftete-flammen/1353100.html" target="_blank">Spiegel berichtete 2008</a>) über. Gerne hätten wir auch mit offiziellen Vertretern von <a href="http://www.foxconn.com/" target="_blank">Foxconn</a> gesprochen. Unsere zahllosen Anfragen blieben aber unbeantwortet. Auch als wir das Unternehmen mit der Kamera konfrontierten waren wir nicht willkommen. Bei dem Material der Fertigungsarbeiten handelt es sich um Archiv-Footage.</p>
<div id="attachment_1362" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Mining-1_001.jpg"><img class="size-large wp-image-1362" title="Ghanaer beim Goldschürfen" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Mining-1_001-1024x576.jpg" alt="" width="640" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Ghanaer beim Goldschürfen</p></div>
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<p><strong>Simon</strong>: Ich denke, dass wir in Ghana ohne unserem Guide nur wenige Bilder gemacht hätten. Einerseits kannte er schon viele der Drehlocations, andererseits übernahm er anfänglich meist die Kommunikation mit den Protagonistinnen. Ghanaer sind wesentlich medienunerfahrener als wir Europäer, viele von ihnen haben großen Respekt vor Kameras. Da war es wichtig, dass unser Guide ihnen zu Beginn erklärte, was für einen Film wir machten. Das größte Problem bei den Auslandsdrehs war wohl die Sprachbarriere. Während wir uns in Ghana oft auf Englisch verständigen konnten, brauchten wir in Tschechien immer eine Übersetzerin, die uns die Antworten der Bulgarischen, Slowakischen, Mongolischen oder Tschechischen Protagonisten Übersetzten konnte.</p>
<div id="attachment_1366" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/E-Waste-9_001.jpg"><img class="size-large wp-image-1366" title="Elektroschrott in Agbogbloshie" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/E-Waste-9_001-1024x576.jpg" alt="" width="640" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Elektroschrott in Agbogbloshie</p></div>
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<p><strong>Der Film ist mitunter sehr desillusionierend, zeigt er doch, welche Konsequenzen der IT-Konsum hat. Man fühlt sich mitunter auch ohnmächtig diesem Treiben ausgesetzt. Was kann man also persönlich tun, damit dieser Kreislauf unterbrochen wird?</strong></p>
<p><strong>Stefan</strong>: Der Ansatz von BEHIND THE SCREEN beinhaltet keinen Anspruch auf eine Alternative oder gar die Lösung aller thematisierten Probleme. Vielmehr soll bei den RezipientInnen ein Refelxionsprozess in Gang gesetzt werden, der zu individuellen Handlungen führt; von gesteigertem Interesse am weltpolitischen Geschehen bis hin zu zivilgesellschaftlichem Aktivismus. Konkret wäre es aber sehr wünschenswert, wenn staatliche Institutionen beim Einkauf und der Verwertung auf fair gehandelte Ware drängen würden und die Basler Konvention zu Elektronikmüll tatsächlich umsetzen würden. Das bedarf aber den oben angesprochenen individuellen Handlungen, um Druck auf die Politik auszuüben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie geht es mit BEHIND THE SCREEN weiter? Wo können Interessierte den Film sehen?</strong></p>
<p><strong>Stefan</strong>: Momentan reichen wir den Film bei verschiedensten Filmfestivals ein. Auch Gespräche mit interessierten Fernsehstationen werden bereits geführt. Wie die Distribution aber im Detail aussieht ist derzeit noch nicht klar. Es steht aber fest, dass BEHIND THE SCREEN bald auf blu-Ray Disc erhältlich sein wird.</p>
<p><strong>Simon</strong>: Wir werden weiterhin daran arbeiten, das Ziel des Projekts &#8211; nämlich den Film an ein möglichst breite Öffentlichkeit zu tragen &#8211; zu verfolgen. Denn der von Stefan zuvor angesprochene Reflexionsprozess der KonsumentInnen steht für uns weit über einem kommerziellen Erfolg des Films.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Trailer BEHIND THE SCREEN</strong><br />
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<p><strong>Behind BEHIND THE SCREEN</strong></p>
<div id="attachment_1361" class="wp-caption alignnone" style="width: 394px"><a href="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Foto-9.jpg"><img class="size-full wp-image-1361 " title="Das Team (v.l.): Sandra Heberling, Simon Fraissler, Stefan Baumgartner" src="http://blog.annegrabs.de/wp-content/uploads/Foto-9.jpg" alt="" width="384" height="576" /></a><p class="wp-caption-text">Das Team (v.l.): Sandra Heberling, Simon Fraissler, Stefan Baumgartner</p></div>
<p><strong>Sandra Heberling</strong></p>
<p>Die Grazerin haben Medien schon immer fasziniert. Bereits in jungen Jahren gewann sie erste Einblicke in die Medienbranche und konnte ihr Interessen im Studiengang „Digitales Fernsehen“ umsetzten. Nach einem Auslands- und Praktikumsaufenthalt in Berlin und bei MTV Germany beschloss sie, dass sie sich im Bereich Produktion bzw Management vertiefen will und entschied sich für ein weiterführendes MultiMediaArt Masterstudium an der Fh Salzburg mit dem Schwerpunkt „Steuerung“.</p>
<p><strong>Stefan Baumgartner</strong><br />
Nach 5jähriger Tätigkeit in der Finanzwirtschaft entschied sich der gebürtige Salzburger für den zweiten Bildungsweg im Medienbereich. Das Studium &#8220;Digitales Fernsehen&#8221; an der FH Salzburg nutzte er, um sich im Bereich der Fernsehproduktion sowie in den Bereichen Reportage und Dokumentation zu vertiefen. Dabei entstand die Dokumentation &#8220;Stand.Punkt &#8211; Eindruck vom Gegendruck&#8221; sowie einige Reportagen im Kulturbereich. 2011 feierte Stefans Regie-Debut &#8220;BEHIND THE SCREEN &#8211; Das Leben meines Computers&#8221; seine Premiere.</p>
<p><strong>Simon Fraissler</strong><br />
Den in Graz Geborenen hat es nach Matura und einem Auslandsaufenthalt in Barcelona zum Studium nach Salzburg gezogen. Im Studiengang Digitales Fernsehen hat er seinen Focus auf die Produktion dokumentarischer Inhalte gerichtet und einige Projekte zusammen mit Stefan Baumgartner verwirklicht. In seinem weiterführenden Studium Multimedia Art konnte er seine Kooperation mit Stefan Baumgartner fortsetzen, deren Höhepunkt der Film &#8220;Behind the Screen &#8211; Das Leben meines Computers&#8221; war.</p>
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		<title>Es geht nicht ums schlechte Gewissen</title>
		<link>http://blog.annegrabs.de/2010/08/31/es-geht-nicht-ums-schlechte-gewissen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=es-geht-nicht-ums-schlechte-gewissen</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 12:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
				<category><![CDATA[afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eben 50 EUR an Pakistan gespendet. Die Entscheidung wurde durch einen Artikel in der taz beeinflusst. Es ist mein Beitrag zur Hilfe in Pakistan, aber es geht mir nicht um mein gutes Gewissen. Mit einer Spende ist noch längst nicht viel getan. Wichtig sind die Helfer vor Ort. Auch wenn ich gelesen habe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eben 50 EUR an Pakistan gespendet. Die Entscheidung wurde durch einen Artikel in der <a href="http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/die-nie-da-gewesene-flut/" target="_blank">taz</a> beeinflusst. Es ist mein Beitrag zur Hilfe in Pakistan, aber es geht mir nicht um mein gutes Gewissen. Mit einer Spende ist noch längst nicht viel getan. Wichtig sind die Helfer vor Ort. Auch wenn ich gelesen habe, dass 3/4 der Gelder durch Korruption nie bei den Hilfesuchenden ankommen, hoffe ich, dass meine Spende dennoch die Richtigen erreicht.</p>
<p>Dies ist nur der Aufhänger für einen Blogbeiträg, der mir schon länger unter den Nägeln brennt. Der Satz &#8220;Es geht nicht ums schlechte Gewissen&#8221; stammt eigentlich von Klaus Werner-Lobo, der Globalisierungskritiker und Autor des Buches <a href="http://www.amazon.de/Uns-geh%C3%B6rt-die-Welt-Machenschaften/dp/3423624523/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1282221466&amp;sr=8-1" target="_blank">&#8220;Uns gehört die Welt&#8221;</a>. Werner-Lobo glaubt ebenso wie ich daran, dass wir unsere Welt gestalten und beispielsweise gegen schlechte Arbeitsbedingungen in Indien und Bangladesch vorgehen können. Ich habe dieses Jahr an einem seiner Vorträge in <a href="http://henastoibande.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=83:klaus-werner-lobo-in-freilassing&amp;catid=35:neues&amp;Itemid=30">Freilassing</a> teilnehmen dürfen. Im Anschluss diskutierte das Freilassinger Publikum über die Handlungsmöglichkeiten jedes einzelnen. Alle wollten von Werner-Lobo eine Antwort, einen Richtwert, nein, ein Kochrezept, welcher Konsum nachhaltig ist und welche Produkte sie einkaufen sollen. Doch klarerweise konnte er darauf nicht adäquat antworten, denn es gibt kein richtig oder falsch und es geht nicht um&#8217;s gute oder schlechte Gewissen. Wenn jemand bei Aldi resp. Hofer einkauft, dann soll er das machen. Was alle gemeinsam haben (sollten), ist die Fähigkeit ihr Konsumverhalten zu reflektieren, sich nach Alternativen umzuschauen, Werbung und PR-Kampagnen zu hinterfragen, schlechte Produktionsbedingungen aufzudecken. Das System kann der einzelne nicht verändern, einzeln Zeichen setzen aber schon. Und gemeinsam gegen Missstände vorgehen. Das Publikum blieb weiterhin irritiert und verlautbarte, man könnte sich die teureren, fairen Produkte nicht leisten. Wieder Anfrage Kochrezept. Überleitung zur Asyldebatte in Deutschland und Österreich. Klaus Werner-Lobo schlägt vor, sich mit und für Asylwerber zu solidarisieren, für bessere Chancen, für eine eigene Wohnung, einen Job usw. Doch dann diese Wortmeldung: &#8220;Aber was brauchen denn Asylanten zum Leben?&#8221;. &#8220;Das gleiche wie du, weil er das gleiche Recht hat, wie du.&#8221; &#8211; Antwort Werner-Lobo. Der Saal verstummt. Zuerst fühlt sich der Zuhörer vom Elend schlechter Lebensbedingungen und menschenunwürdigen Zuständen angesprochen, will sofort etwas tun, bei sich selbst anfangen. Der Kommentar des Zuhörers entlarvt aber das eigentliche Problem: Die Meinung, jemand besseres zu sein. Wer bei sich selbst anfangen möchte, sollte zunächst verstehen, dass es ein Zufall ist, eine Laune der Natur, dass er in Europa, in Deutschland, in Österreich geboren wurde. &#8220;Historische Zufälligkeit&#8221; nennt es der Philosoph Peter Bieri: &#8220;Es heisst nur, von dem naiven und arroganten Gedanken  abzurücken, die eigene Lebensform sei einem angeblichen Wesen des Menschen  angemessener als jede andere.&#8221; Ein solches Denken drückt sich alltäglich in Formulierungen wie &#8220;Die Afrikaner sind nicht so schlau wie wir&#8221; oder &#8220;Muslime können sich nicht integrieren&#8221;.  Fakt ist, dass keiner qua Hautfarbe oder Glaube nach seiner Intelligenz beurteilt werden kann. Auch nicht wen Sarrazin es mit kruden <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/deutschland-schafft-sich-ab-thilo-sarrazin-auf-den-spuren-von-harry-potter-1596948.html" target="_blank">Gen-Behauptungen</a> versucht.</p>
<p>Ich selbst bin kein Vorzeigekonsument. Ich kaufe auch bei H&amp;M, obwohl ich von den schlechten Produktionsbedingungen weiß. Ich kaufe in Billigsupermärkten und buche Langstreckenflüge. Dennoch versuche ich mir mit Filmen wie &#8220;Der große Ausverkauf&#8221;, &#8220;We feed the World&#8221;, &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; oder &#8220;Plastic Planet&#8221; eine Vorstellung darüber zu machen, wie und wo die Menschen auf dieser Erde ausgebeutet werden. Das ist meine Art der Bewusstseinsbildung in einem System, dass sich hoffentlich irgendwann ändern wird. Wenn wir uns bewusst machen, wie die Machtverhältnisse in einer globalen Welt verteilt sind, verändert das bereits unseren Blick auf die Welt. In den Diskussionen mit Freunden und Bekannten, stört mich das Argument: &#8220;Der einzelne kann die Welt nicht retten!&#8221;. Dieser Satz ist leicht ausgesprochen und beinhaltet so viel Arroganz gegenüber Menschen, die sich jeden Tag von Neuem überlegen müssen, ob sie aufstehen oder sterben sollen. Warum werden solche Sätze ausgesprochen? Um das eigene Gewissen zu bereinigen. Die Ohnmacht des Einzelnen ist aber nicht der Freibrief für unreflektierten Konsum. Es geht darum, seinen eigenen Konsum zu hinterfragen, nicht ums schlechte Gewissen.</p>
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		<title>Damals und heute: Accra/Ghana</title>
		<link>http://blog.annegrabs.de/2009/07/11/obama-in-accra-ghana/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=obama-in-accra-ghana</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 13:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
				<category><![CDATA[afrika]]></category>
		<category><![CDATA[accra]]></category>
		<category><![CDATA[ghana]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[obmaa]]></category>
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		<description><![CDATA[Obama ist heute in Accra/Ghana. Manche werden sich fragen, warum ich darüber schreibe. Aber mit Accra verbinde ich meinen 3wöchtigen Aufenthalt in Ghana vor 2 Jahren. Ich habe mal in meinen Mails von damals geschaut und die erste Nachricht gefunden, die ich am 5. März 2007 an meine Lieben geschickt habe: Puh, also wo soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obama ist heute in Accra/Ghana.<br />
Manche werden sich fragen, warum ich darüber schreibe. Aber mit Accra verbinde ich meinen 3wöchtigen Aufenthalt in Ghana vor 2 Jahren. Ich habe mal in meinen Mails von damals geschaut und die erste Nachricht gefunden, die ich am 5. März 2007 an meine Lieben geschickt habe:</p>
<blockquote><p>Puh, also wo soll ich anfangen&#8230;Es ist wahnsinnig warm hier und mein Koerper ist noch ein bisschen confused. Die Sonne scheint hier nur durch Wolken, und der Himmel ist immer grau. Stellt euch vor, es waere ein extrem schwueler Tag, kurz bevor es regnet &#8211; so ist es hier die ganze Zeit.<br />
Der Flug war anstrengend und in Mailand waere es beinah zur Rieseneskalation im Flugzeug gekommen, weil die einen abschieben wollten, der aber die ganze Zeit rumschrie. Am Ende waren die Diskussionen der Fluggaeste aber lauter als der Typ. Es war teilweise sehr witzig anzuschauen. Die sind alle total ausgeflippt!!! Nach einer Stunde Palaver dann der Entscheid ihn doch nicht mitzunehmen&#8230;Vielen Dank noch mal an Aniko, Beatrice, Papa und Volker fuer das zum Flughafenbringen!! Das war wirklich sehr lieb von euch. Um 11 Uhr abends endlich die Landung und 29 Grad, totaler Hitzeschlag. Am Flughafen haben sie ein Willkommenslied gespielt. Und ueberall haengen Fahnen wegen dem 50jaehrigen Jubilaeum.</p>
<p>Die Busfahrt am naechsten Tag war auch sehr witzig. In einem Bus, wo in Deutschland gerade mal 6 Leute Platz haetten, werden hier 15 reingesetzt. Holter die Polter, die Fahrt kostet allerdings auch nur 1 Euro von<br />
Accra nach Koforidua. Die grosse Feier morgen kommt mir auch etwas zu Gute, denn der Kindergarten ist die naechsten drei Tage geschlossen. So kann ich erst mal &#8220;get used to it&#8221; gehen. Morgen werde ich nach Accra fahren und bei Alice (die Tochter von meiner Gastfamilie) uebernachten. Wir schauen uns dann die Parade an.</p>
<p>Mit dem Englisch sprechen ist es hier nicht so einfach, bzw. ist es schwer deren Englisch zu verstehen. Teilweise werden Woerter verschluckt oder ganz anders ausgesprochen. Gestern habe ich die Inhaberin des Kindergartens kennengelernt und nichts verstanden. Wenn Alice nicht hin und wieder uebersetzt haette, waere da gar keine Kommunikation zu stande gekommen, aber egal.</p>
<p>Am schwierigsten ist die Zeitumstellung. Der Tag beginnt hier um 6 Uhr morgen und man steht um 4,5 Uhr auf. Da muss ich mich ganz schoen umstellen. Die Familie ist sehr nett. Es wird allerdings meist gleichzeitig Radio gehoert und Fernsehen geschaut, in einer eher schlechten akkustischen Qualitaet. Aber man hoert staendig irgendwelche Musik oder jemanden singen. Insgesamt fuer meine Verhaeltnisse sehr laut, morgens kraehen dazu noch die Huehner und man steht im Bett.</p>
<p>Die Ghanaer sind wirklich ein nettes Voelkchen und sie sind auch gar nicht soo ueberrascht eine Weisse zu sehen. Klar in der Stadt quatschen sie einen an und wollen, dass man was kauft, sonst aber nichts. Kinder winken mir und lachen, aber betteln tut niemand. Ueberhaupt sind sie<br />
sehr geschaeftig, jeder kauft und verkauft irgendwas. Neben dem Haus wo ich wohne, gibt es eine Bar, einen Frisoer, eine Naeherei, Kiosk.</p></blockquote>
<p>Ich kann also verstehen, dass Barack Obama Ghana als Vorzeigeland für Afrika bezeichnet. Ghana ist eines der reichsten Länder in Afrika. Dennoch gibt auch da Korruption. Seine Idee ist, dass reichere Länder in Afrika den ärmeren helfen. Die <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/obama1454.html" target="_blank">Ghanaer und Ghanaerinnen</a> freut es natürlich, dass Obama zu Besuch ist. Ich kann mir lebhaft vorstellen was da los ist.<br />
Auf Youtube habe ich einen super Video über Ghana gefunden und wie man versucht hat mit Internet mehr Leute zu vernetzen und das Entrepreneur-Dasein voranzubringen. Das Internet-Café was sie da im Video zeigen, habe ich damals auch besucht. Es war für mich so überraschend zu sehen wie fortgeschritten, schnell und komfortabel die Internetleitungen und der Service dort sind, genauso wie in einem Internet-Café in Europa, nur das es proppevoll war und jeder Platz besetzt war. Ghana ist nach meiner Einschätzung wirklich ein Vorzeigeland.<br />
<object width="425" height="350"><param name="movie" value="eYuhRHeClgY"></param><param name="wmode" value="transparent" ></param><embed src="http://www.youtube.com/v/eYuhRHeClgY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
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		<title>Bloggen für Afrika</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 21:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Benin]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit vier Tagen sind jetzt Ulrike, Tim und Alexander in Benin. Gemeinsam mit Jean-Pol Martin bloggen wir in Englisch und Französisch alles was wir von Ihnen zu lesen bekommen. Ich bekomme jetzt jeden Tag sms mit Updates. In weiser Voraussicht, dass es in Benin schlecht aussehen wird mit Internet, hatte ich Alexander empfohlen sich vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vier Tagen sind jetzt <a href="http://www.we-magazine.net/2009/03/16/if-we-are-connected-and-if-we-care-we-can-help/" target="_blank">Ulrike</a>, Tim und <a href="http://mindlounge.de" target="_blank">Alexander</a> in Benin. Gemeinsam mit Jean-Pol Martin bloggen wir in Englisch und Französisch alles was wir von Ihnen zu lesen bekommen. Ich bekomme jetzt jeden Tag sms mit Updates. In weiser Voraussicht, dass es in Benin schlecht aussehen wird mit Internet, hatte ich Alexander empfohlen sich vor Ort eine Sim-Karte zu besorgen. Das Live-Bloggen auf <a href="http://webenin.wordpress.com" target="_blank">webenin.wordpress.com</a> funktioniert, irgendwie. Morgen schicke ich Ihnen Geld, da sie mit ihren EC Karten Schwierigkeiten haben. Ich hoffe, dass das alles gut geht. Für mich ist das ein wenig wie eine Reise in die Vergangenheit, da mich vieles an Ghana (03/2007) erinnert. #flashback</p>
<p>Aus diesem Grund kommt mein Blog dieser Tage etwas zu kurz. Zudem ist Frühling und ich bin mit Arbeit zugedeckt bis obenhin.</p>
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		<title>Projektbeschreibung WE support Benin ist online</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
				<category><![CDATA[afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder in Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[WE Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[WE support Benin]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit heute steht die Projektbeschreibung für WEbenin und ist unter webenin.wordpress.com erreichbar.Pfiffige und versierte Französisch-Übersetzer unter meinen Bloglesern können sich gerne bei bei mir melden, falls etwas falsch formuliert sein sollte. Ansonsten bitte ich alle an der Facebook-Gruppe teilzunehmen und dieses Projekt mit eurer Stimme zu beleben. Denn unser WEbenin Projekt lebt von der Community, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute steht die <a href="http://webenin.wordpress.com/2009/02/11/mission-statement-2009-declaration-de-mission-2009/" target="_blank">Projektbeschreibung</a> für WEbenin und ist unter <a href="http://webenin.wordpress.com" target="_blank">webenin.wordpress.com</a> erreichbar.Pfiffige und versierte Französisch-Übersetzer unter meinen Bloglesern können sich gerne bei bei mir melden, falls etwas falsch formuliert sein sollte.<br />
Ansonsten bitte ich alle an der <a href="http://www.facebook.com/pages/WE-support-Benin/45641989577" target="_blank">Facebook-Gruppe</a> teilzunehmen und dieses Projekt mit eurer Stimme zu beleben. Denn unser WEbenin Projekt lebt von der Community, den Meinungen und Erfahrungen, die Menschen bisher bei Aufenthalten in Afrika gemacht haben und von Leuten die an einer Verbesserung der Situation des &#8220;vergessenen Kontinents&#8221; sind. Ich habe selbst einmal drei Wochen in Ghana verbracht und erinnere mich gern an das Lächeln der Kinder zurück. Unterstützt uns! Danke.</p>
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