Anne Grabs // Social Media & Bildung

Freiraum für eigene Gedanken

Archive for the ‘tourismus’ tag

CastleCamp Kaprun 2009

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Während die TeilnehmerInnen vom CastleCamp 2009 den Abend im Dorfstadl in Kaprun ausklingen lassen, sitze ich bereits auf meiner Couch und reflektiere den heutigen Tag. Das Castle Camp ist sicher das exklusiveste Camp, dass ich je besucht habe. Erstens wurden wir extrem gut verköstigt. So was habe ich noch nie auf einem Barcamp erlebt. Und wenn ich ehrlich bin, brauche ich es auch nicht. Ein Brötchen vom Becker hätte mir auch genügt. Dafür ein großes Dankeschön an die Sponsoren und alle mithelfenden Hände.
Teilnehmer: Ich hatte den Eindruck, dass einige Teilnehmer etwas tonangebend waren. Das Networking war etwas zäh und nicht so offen, wie ich es kenne. Und es ging doch hauptsächlich ums Biz. Vielleicht darf so eine Veranstaltung, die speziel für den Tourismus gemacht ist, das auch. Die Burg an sich ist eine tolle Location für ein Camp.

CastleCamp

“Die Marke top-down ist tot” (Florian Bauhuber Tourismuszukunft)
- noch nicht, würde ich sagen.

Die Vortrage haben mir dagegen sehr gut gefallen und haben viel von dem, wie ich Social Media verstehe zum Ausdruck gebracht. Außerdem habe ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Leuten meine Thesen vertiefen können. Wann immer ich meinen Kundinnen und Kunden die Chancen von Social Media erkläre oder ihnen erläutere, warum es wichtig ist im Social Web präsent zu sein (und wenn das nicht, dann wenigstens Monitoring zu machen), gehe ich gleichzeitig davon aus, dass die Menschen, die heute noch nicht im Web sind, irgendwann dahin gehen, um nicht nur Informationen zu erhalten und Mails zu checken, sondern das auch diese Menschen über Marken, Produkte und Dienstleistungen schreiben werden. Wenn sich der User irgendwann emanzipiert von der alten top-down Markendenke, dann haben die Unternehmen ein Riesenproblem. Dann wird akribisch jeder Blogbeitrag, jeder Tweet (ob es den dann noch gibt), jeder Forenpost gelesen. Wir sind es noch gewohnt, dass die Marken uns über die Kanäle TV und Print ihre Meinung diktieren. Aber das wird sich ändern. Wir werden uns noch mehr informieren. Wir werden noch mehr auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten hören. Wir werden, wenn eine Marke nicht das hält, was sie verspricht, es nicht stillschweigend hinnehmen. Und gerade deswegen ist es wichtig für Unternehmen schon heute damit anzufangen.

Der twitternde, bloggende Bauer.

Heinrich Preis hat einen Familiengasthof in Kärnten, twittert unter @familienurlaub und bloggt unter allesbauer.at. Er ist für mich mit Abstand der gelungene Beweis einer erfolgreichen Social Media Marketing Strategie, wie ich sie verstehe. Wir reden alle von Authentizität, fast schon ein Buzzword im Social Media, denn oft wird diese erste und wichtige Regel nicht eingehalten. Bevor Bauer Heinrich mit dem Bloggen begonnen hat, haben er und Achim Meurer (@almstudio, Umsetzung) sich die Frage gestellt, warum seine Gäste gern zu ihm kommen. Die Antwort: wegen ihm, Heinrich Preis. Diesen USP kann man mit einer Social Media Stategie sehr gut kommunizieren, viel leichter als Produktqualität oder Lifestyle. Wenn eine Person begeistert und etwas von sich im Web (oder wo auch immer) Preis (schönes Wortspiel hier, siehe Nachname) gibt, wird es gerne gelesen. Und genau dann haben wir auch Authentizität. Das ist aber noch nicht alles. Heinrich Preis geht mit seinen Gästen gemeinsam wandern, er ist Waldpädagoge. Seine Gäste freuen sich und bedanken sich gerne mit einem Beitrag auf seinem Blog. Das Gästebuch wird sozusagen digitalisiert und mögliche Gäste können die Meinungen direkt lesen. An diesem Beispiel sieht man: Social Media Marketing ist keine Zauberkunst, die nur großen Konzernen vorbestimmt ist. Gerade kleine Betriebe mit Handschlagqualität oder im Tourismus die Betriebe, Hotels und Pensionen, die jeder für sich einen anderen Wert vermitteln, könnten sich mit einfachen Tools im Web positionieren. Ein schönes Beispiel, weiter so.

Alles in allem ein interessantes Camp mit tollen Beiträgen. Ich hoffe der Beitrag von Karim und mir bleibt in Erinnerung und freue mich auf ein Wiedersehen mit euch! Morgen noch einen schönen Sonntag, will follow u on twitter.

Written by Anne Grabs

September 12th, 2009 at 10:33

Pottpurri für die Tourismusbranche?

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Ich habe mich heute gefragt, ob der müsli-Effekt (mass customization) nicht auch auf die Tourismusbranche umgemünzt werden kann? Angenommen man würde die Konzepte von mymüsli, allmytea, chocri, pralimio & Co auf Bestellvorgänge bei Urlaubsbuchungen übertragen, könnte ich mir meinen Urlaubstrip so bunt und lustig zusammenstellen wie ich möchte. Im Endeffekt macht das fast jeder Deutsche so, indem er seinen Flug billig bei Ryanair bucht, das Hotel bei HRS und vielleicht noch eine Wellnesspauschale im Hotel selbst. Das ist ziemlich mühsam aber billig und macht am Ende mehr Spaß. Warum also liebe Hotelbetreiber greift ihr nicht die Idee des “do-it-yourself-bookings” auf und lasst den Kunden die Pauschale selbst zusammenstellen? Vielleicht ergebt sich dann ja Bestseller User Generated Reisen, die auch andere buchen im Sinne des Weiterempfehlens…Naja, ist nur so eine Idee. Vielleicht machts ja mal einer/eine…

Written by Anne Grabs

März 20th, 2009 at 9:06

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